Inter Mailand wird Meister der Serie A
Inter Mailand wurde nach einem 2:0-Sieg gegen Parma im San Siro am Sonntag zum Meister der Serie A gekrönt. Marcus Thuram erzielte kurz vor der Halbzeit mit einem Schuss aus spitzem Winkel, der gerade außerhalb der Reichweite des Parma-Torwarts Zion Suzuki platziert war. In der 80. Minute fügte der 37-jährige Henrikh Mkhitaryan, der nach einer Verletzung von der Bank kam, ein weiteres Tor hinzu, nachdem er einen Pass von Serie A-Torschützenkönig Lautaro Martinez erhalten hatte.
Feierlichkeiten und persönliche Geschichten
Die Heimfans stimmten ein Lied an, als die reguläre Spielzeit sich dem Ende näherte, und die Spieler rannten über das Feld, um den Titel nach dem Schlusspfiff zu feiern. Thuram wurde in Parma geboren, während sein Vater, Lilian Thuram, dort spielte.
„Seit ich bei Inter bin, ist es ein Team, das es liebt, zusammen zu bleiben – auf und neben dem Platz – und das ist unsere Stärke,“
sagte Thuram.
Der Weg zum Titel
Cristian Chivus Mannschaft war schon seit einiger Zeit der Meister in Wartestellung und wusste vor dem Spiel gegen Parma, dass selbst ein Unentschieden am Sonntag ihren zweiten Titel in der italienischen höchsten Liga in den letzten drei Jahren sichern würde. Inter war in der letzten Saison Zweiter hinter Napoli, gewann jedoch die Liga in der Saison zuvor und beendete damit eine 11-jährige Wartezeit.
Mit ihrem 21. Titel in der Serie A belegen sie den zweiten Platz aller Zeiten, nur hinter Juventus, die 36 Titel haben. Es ist die erste große Trophäe für Chivu als Trainer, der von 2007 bis 2014 168 Mal für Inter spielte und im Juni 2025 von Parma als Trainer von Inter verpflichtet wurde. Er ersetzte Simone Inzaghi, der vier Jahre im Verein war.
Reflexionen nach dem Sieg
Inmitten der Feierlichkeiten wurde Inter-Mittelfeldspieler Nicolò Barella daran erinnert, wie er ein Anführer der italienischen Nationalmannschaft war, die sich nicht für die dritte aufeinanderfolgende Weltmeisterschaft qualifizieren konnte.
„Das ist Fußball und Leben. Es gibt schwierige Momente,“
sagte Barella.
„Zum Beispiel waren wir in der letzten Saison so nah an allem und haben nichts gewonnen. Im Leben muss man immer wieder auf die Beine kommen.“
Ausblick auf die Zukunft
Der Titel kommt nach dem enttäuschenden Ausscheiden von Inter in der Champions-League-Playoff-Runde gegen Bodo/Glimt im Februar. Inter kann ein nationales Double gewinnen, wenn sie Lazio im Finale der Coppa Italia am 13. Mai besiegen. Das letzte Mal, dass der Verein sowohl die Liga als auch den Pokal in derselben Saison gewann, war 2011, als José Mourinho Trainer war.