Zuffa Boxing-Alternative vorgestellt
Nick Khan stellte während seiner Aussage bei der Anhörung zum Muhammad Ali Act eine Zuffa Boxing-Alternative vor und skizzierte einen klaren Plan, um Kämpfer durch zentralisierte kommerzielle Möglichkeiten anzuziehen. Khan sprach im Rahmen der laufenden Diskussionen über mögliche Reformen des Ali Act und erklärte, wie Zuffa im Boxsport operieren möchte, indem es eine einheitliche Plattform anbietet, die mit Rundfunk, Sponsoring und gemeinsamen Einnahmen verbunden ist.
Positionierung von Zuffa
Der Vorschlag positioniert Zuffa als direkte Alternative zum aktuellen Boxsystem, das von Genehmigungsbehörden betrieben wird, mit einem größeren Fokus auf langfristige Verträge und breitere Sichtbarkeit. Khan betonte, dass Kämpfer, die beitreten, von dieser umfassenden Plattform profitieren würden. Er verwies auf einen Vertriebsdeal mit Paramount und die Sichtbarkeit gegenüber dessen globaler Abonnentenbasis sowie auf die Unterstützung durch CBS.
„Wenn Sie die Chance wollen, in kürzerer Zeit auf einer Plattform etwas Größeres zu erreichen, konnten wir einen Deal mit Paramount sichern, wie ich sagte, auf einer Plattform, die fast 80 Millionen Abonnenten weltweit hat und einen Netzwerkpartner in CBS hat“, erklärte Khan während der Anhörung.
„Wenn Sie diese Sichtbarkeit wollen, wenn Sie Handelskarten-Deals, Merchandise-Deals oder Videospiel-Deals wollen, an denen die Kämpfer finanziell teilnehmen würden, dann kommen Sie hierher. Wenn nicht, ist das Ihre Wahl.“
Kritik am aktuellen Boxsystem
Khan äußerte auch eine kritische Sicht auf den aktuellen Zustand des Sports und erklärte, dass die bestehenden Strukturen der Genehmigungsbehörden die Entwicklung des Boxens negativ beeinflusst haben. „Sie sind schrecklich für den Sport. Sie haben den Sport ruiniert.“ Khans Bemerkungen gehörten zu den detailliertesten der Anhörung, wobei der Zuffa-Plan als Option vorgestellt wurde, die neben dem bestehenden System bestehen kann, anstatt es vollständig zu ersetzen.
Dies geschah vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen, die bereits dazu geführt haben, dass Kämpfer von Weltmeisterschaften zurückgetreten sind, während die Spannungen mit den Genehmigungsbehörden zunehmen. Seine Kommentare zu den Genehmigungsbehörden werfen jedoch auch Fragen darüber auf, wie ein solcher Ansatz innerhalb des aktuellen Systems aufgenommen werden würde, insbesondere nachdem die IBF die Titelposition von Richardson Hitchins nach seinem Wechsel zu Zuffa Boxing klargestellt hat.
Diskussion über den Ali Act
Die Diskussion findet statt, während der Ali Act erneute Aufmerksamkeit erhält, da Gesetzgeber prüfen, ob Änderungen das Gleichgewicht zwischen Kämpfern, Promotern und Aufsichtsbehörden verändern könnten. Das von Khan skizzierte Finanzmodell spiegelt die Bedenken wider, die von Kämpfern hinsichtlich der Verteilung der Einnahmen geäußert wurden. Sean O’Malley hatte zuvor ähnliche Probleme hervorgehoben und in „Food Truck Diaries“ gesagt:
„Reebok hat über eine Million Dollar mit all meinem Merchandise verdient, und ich habe etwa 3.000 Dollar bekommen.“
Nico Ali Walsh, der Enkel von Muhammad Ali und aktiver Kämpfer, äußerte ebenfalls in der Anhörung, dass der Name seines Großvaters aus dem Gesetz entfernt werden sollte, falls es den Senat passiert.
Über den Autor
Phil Jay ist Chefredakteur von World Boxing News (WBN) und ein erfahrener Boxreporter mit über 15 Jahren Erfahrung. Lesen Sie die vollständige Biografie.