VAR-Überprüfung: UCL-Schiedsrichter traf die richtige Entscheidung beim Mendes-Madueke-Foul, aber es war knapp

Der Video-Assistent-Schiedsrichter und seine Kontroversen

Der Video-Assistent-Schiedsrichter sorgt jede Woche für Kontroversen, sei es in der Premier League, der Champions League oder im FA Cup. Doch wie werden Entscheidungen getroffen und sind sie korrekt? In dieser Saison werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Vorfälle, um den Prozess sowohl in Bezug auf das VAR-Protokoll als auch auf die Spielregeln zu untersuchen.

Wichtige Vorfälle

Vorfall 1: Möglicher Elfmeter für PSG

Schiedsrichter: Daniel Siebert
Video-Assistent-Schiedsrichter: Bastian Dankert

Vorfall: Möglicher Elfmeter für PSG wegen Handspiels von Bukayo Saka
Was geschah: Sakas versuchter Klärungsversuch aus seinem eigenen Strafraum führte dazu, dass der Ball sowohl seinen rechten als auch seinen linken Arm traf, nachdem er den Flug des Balls falsch eingeschätzt hatte. PSG forderte einen Elfmeter, doch der Schiedsrichter wies die Proteste zurück.

VAR-Entscheidung: Der VAR überprüfte den Vorfall und bestätigte die Entscheidung des Schiedsrichters, keinen Elfmeter zu geben.
VAR-Überprüfung: Der VAR bestätigte schnell die Entscheidung des Schiedsrichters, da Saka mit seinen Armen in einer normalen und erwarteten Position spielte. Die Handballregel 12 besagt, dass es sich nicht um ein Handballvergehen handelt, wenn ein Spieler den Ball spielt, tritt oder köpft und dieser versehentlich auf seine eigene Hand oder seinen Arm prallt.

Urteil: Korrekte Entscheidung des Schiedsrichters und keine Intervention des VAR. Das Gesetz ist klar: Es handelt sich nicht um ein Handballvergehen, wenn ein Spieler den Ball versehentlich auf seine eigene Hand oder seinen Arm spielt. Die einzige Ausnahme wäre, wenn der Ball direkt ins gegnerische Tor geht, da dies als Vergehen gewertet und das Tor nicht anerkannt würde.

Vorfall 2: Elfmeter für PSG

Vorfall: Elfmeter für PSG wegen eines Fouls von Arsenals Cristhian Mosquera an Khvicha Kvaratskhelia
Was geschah: Mosquera wurde als schuldig befunden, PSG-Angreifer Kvaratskhelia im Strafraum zu Fall gebracht zu haben, und ein Elfmeter wurde verhängt. Mosquera hatte bereits eine gelbe Karte, und PSG wollte, dass der Arsenal-Spieler eine zweite erhält.

VAR-Entscheidung/Überprüfung: Die VAR-Überprüfung war sehr schnell abgeschlossen. Der VAR war sich sicher, dass Mosquera beim Herausfordern von Kvaratskhelia keinen Kontakt mit dem Ball hatte und ein Foul beging, indem er seinen Gegner zu Fall brachte. Der VAR bestätigte die Elfmeterentscheidung als korrekt.

Urteil: Eine korrekte und klare Entscheidung für den Schiedsrichter, einen Elfmeter zu verhängen, da dies ein eindeutiges fahrlässiges Foul von Mosquera war. Trotz der Frage, ob er eine zweite gelbe Karte hätte erhalten sollen, erlaubt das Gesetz dies nicht, wenn das Foul nur fahrlässig ist.

Vorfall 3: Möglicher Elfmeter für Arsenal

Vorfall: Möglicher Elfmeter für Arsenal wegen eines Fouls des PSG-Verteidigers Nuno Mendes an Arsenals Flügelspieler Noni Madueke.
Was geschah: Als Madueke in den Strafraum von PSG eindrang, ließ eine ungeschickte Herausforderung von hinten durch Mendes ihn zu Boden fallen, und Arsenal forderte einen Elfmeter. Schiedsrichter Siebert wies die Proteste von Arsenal zurück und ließ das Spiel weiterlaufen.

VAR-Entscheidung: Der VAR überprüfte den Vorfall und bestätigte die Entscheidung des Schiedsrichters, keinen Elfmeter zu geben.
VAR-Überprüfung: Der VAR nahm eine ausführliche Überprüfung dieser Herausforderung vor, da die Art des Kontakts des PSG-Verteidigers ungeschickt war und die Entscheidung, keinen Elfmeter zu verhängen, fragwürdig erschien. Der VAR wird jedoch nur eingreifen, wenn es Video-Beweise gibt, dass der Schiedsrichter auf dem Feld einen klaren Fehler gemacht hat.

Urteil: Die Entscheidung des Schiedsrichters, keinen Elfmeter zu verhängen, war nachvollziehbar. Die Beweise in den Wiederholungen zeigten eindeutig ein Armverriegeln, das von Madueke initiiert wurde, bevor die beiden fielen. Dieser Kontakt war ausreichend, damit der VAR nicht eingreifen konnte, da die Herausforderung mehr als ein Verheddern als ein Foul des PSG-Verteidigers erschien.

„Mendes hatte jedoch Glück. Die Art seiner Herausforderung war ungeschickt, unabhängig vom Armkontakt, und wenn Schiedsrichter Siebert auf den Punkt gezeigt hätte, glaube ich nicht, dass der VAR genügend Beweise gehabt hätte, um dies als Fehler zu werten.“