VAR-Überprüfung: Bayern durch Strafstoß im UCL-Torfeuerwerk benachteiligt?

Der Video-Assistent (VAR) und seine Kontroversen

Der Video-Assistent (VAR) sorgt jede Woche für Kontroversen, sei es in der Premier League, der Champions League oder im FA Cup. Doch wie werden Entscheidungen getroffen und sind sie korrekt? In dieser Saison werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Vorfälle, um den Prozess sowohl in Bezug auf das VAR-Protokoll als auch auf die Spielregeln zu untersuchen und zu erklären.

Vorfall im Spiel

Schiedsrichter: Sandro Schärer
VAR: Carlos del Cerro Grande
Zeit: 45+ Minuten
Vorfall: VAR hebt Entscheidung auf. Strafstoß wegen Handspiels vergeben.

Was geschah?

Der Versuch von PSG-Stürmer Ousmane Dembélé, eine Flanke zu schlagen, traf den Arm von Bayerns Alphonso Davies. Schärer wies die ursprünglichen Strafstoßforderungen zurück, aber der VAR forderte ihn auf, seine Entscheidung am Monitor zu überprüfen. Nach einiger Überlegung änderte Schärer seine ursprüngliche Entscheidung und zeigte auf den Punkt.

VAR-Entscheidung

Der VAR empfahl dem Schiedsrichter eine Überprüfung vor Ort für einen möglichen Strafstoß. Nachdem der Vorfall angesehen wurde, stellte der VAR fest, dass die absichtliche Bewegung von Davies‘ linkem Arm, weg von seinem Körper, seine Körperform unnatürlich vergrößerte. Obwohl der Ball zuerst vom Körper des Bayern-Verteidigers abgelenkt wurde, waren sowohl der Schiedsrichter als auch der VAR der Meinung, dass dies die Kriterien für ein Handspiel erfüllte und ein Strafstoß vergeben wurde.

Urteil

Diese Entscheidung wird als äußerst hart gegen Bayern München angesehen, insbesondere angesichts der kurzen Distanz, die der Ball zurücklegte, und seiner Ablenkung vom Körper des Verteidigers auf seinen Arm.

Ich habe in diesem Vorfall großes Mitgefühl für Bayern. Das Handspielgesetz ist derzeit jedoch so formuliert, dass es eine offene Interpretation zulässt, wenn der Ball zunächst von einem Körperteil abgelenkt wird. Überlegungen in solchen Situationen betreffen die Arm- und Handposition eines Spielers in Bezug auf seine Bewegung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wenn eine sehr klare Ablenkung auftritt, die zu einer signifikanten Änderung der Flugbahn des Balls führt, sollte dies mehr Gewicht haben als die Armposition allein. Das Berühren eines anderen Körperteils vor dem Kontakt mit dem Arm bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Handspiel nicht bestraft werden kann. In dieser Situation waren sowohl der Schiedsrichter als auch der VAR der Meinung, dass Davies‘ absichtliche Armbewegung nicht gerechtfertigt war und ein Handspiel begangen wurde.

Mein Eindruck ist, dass die UEFA nicht allzu begeistert von dieser Entscheidung als Strafstoß sein wird, trotz der niedrigeren Hürde, die für Handspiele in ihren Wettbewerben angewendet wird. Es ist erwähnenswert, dass diese Situation in der Premier League nicht bestraft worden wäre, und letztendlich war es ein entscheidender Moment in der Entscheidung dieses Spiels.