Real Madrid-Mitglieder stimmen in den ersten Präsidentschaftswahlen seit 20 Jahren ab

Präsidentschaftswahlen bei Real Madrid

Die Mitglieder von Real Madrid stimmen am Sonntag in den ersten Präsidentschaftswahlen des Vereins seit 20 Jahren ab und wählen zwischen dem amtierenden Präsidenten Florentino Pérez und dem Geschäftsmann Enrique Riquelme. Pérez, 79 Jahre alt, der seit 2009 das Präsidium innehat und zuvor bereits zwischen 2000 und 2006 Präsident war, rief letzten Monat zu Wahlen auf, um Unterstützung zu zeigen, nachdem die Mannschaft zwei aufeinanderfolgende Saisons ohne einen großen Titel abgeschlossen hat.

Kandidaten und ihre Versprechen

Er sieht sich der Opposition des 37-jährigen Unternehmers für erneuerbare Energien Riquelme gegenüber, der angekündigt hat, Jürgen Klopp als Trainer verpflichten und Erling Haaland sowie Rodri ins Team holen zu wollen, falls er die Wahl am Sonntag gewinnt. Pérez versprach am Donnerstag, dass er 150 Millionen Euro (172,82 Millionen Dollar) für einen nicht genannten „angreifenden Neuzugang“ bieten würde, sollte er wiedergewählt werden. Zudem kündigte er die Rückkehr von José Mourinho als Trainer sowie die Verpflichtungen von Ibrahima Konaté und Denzel Dumfries an.

Wahlbeteiligung und Wahlverfahren

Der Verein gab bekannt, dass bis Sonntag um 13 Uhr Ortszeit – mit geöffneten Wahllokalen von 9 Uhr bis 20 Uhr – 12.651 Mitglieder an ihrem Trainingsgelände in Valdebebas abgestimmt haben, was 16,82 % der Gesamtmitgliedschaft entspricht. Pérez gab seine Stimme kurz vor 10 Uhr ab und posierte für Fotos mit Mitgliedern, während Riquelme eine Stunde später im Basketballpavillon des Vereins ankam, der vorübergehend in ein Wahlzentrum umgewandelt wurde. Madrid ist einer von vier Vereinen in Spanien, die noch im Besitz der Mitglieder sind.

Wahlgeschichte und Anforderungen

Pérez hatte in den letzten fünf Wahlzyklen (2009, 2013, 2017, 2021 und 2025) keinen alternativen Kandidaten und wurde ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Die Kandidaten müssen eine strenge Reihe von Anforderungen erfüllen, um sich zur Wahl zu stellen, darunter, dass sie seit 20 Jahren Vereinsmitglieder sind und 15 % des jährlichen Budgets des Vereins garantieren können. Pérez hat erklärt, dass er, falls er wiedergewählt wird, 5 % von Real Madrid an einen externen Investor verkaufen möchte, da dieser Schritt notwendig sei, um den tatsächlichen Wert des Vereins zu ermitteln.

„Nach 20 Jahren können wir wählen“, sagte Riquelme in einer Rede an Journalisten nach seiner Stimmabgabe. „Das sind nicht einfach nur normale Wahlen. Es ist ein Referendum.“