LAFC bietet den Schweizer Klub Grasshopper zum Verkauf an – Fanproteste als Auslöser

LAFC bietet Grasshopper zum Verkauf an

Die MLS-Franchise LAFC hat am Dienstag angekündigt, den struggling Schweizer Klub Grasshopper zum Verkauf anzubieten, nachdem Fans bei einem Heimspiel in Zürich mit Schimpfwörtern protestiert hatten. Der Rekordmeister mit 27 Titeln in der Schweiz ist seit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung durch die prominente LAFC-Eigentümergruppe im Januar 2024 auf dem 11. Platz in der 12er-Liga festgefahren.

Zu den Eigentümern von LAFC zählen die Unterhaltungsgiganten Peter Guber und Mark Shapiro, sowie Prominente wie Will Ferrell, Magic Johnson, Mia Hamm und Nomar Garciaparra.

Proteste der Fans

Die Fans von Grasshopper randalierten in diesem Monat nach einer Niederlage im Halbfinale des Schweizer Cups gegen den zweitklassigen Stade Lausanne Ouchy und entrollten ein Banner bei einem Ligaspiel am Samstag, das die amerikanischen Eigentümer nachdrücklich aufforderte, den Klub zu verlassen.

„Die jüngsten Proteste haben uns dazu veranlasst, über einen Verkauf nachzudenken“, erklärte LAFC in einer auf der Website von Grasshopper veröffentlichten Erklärung in Englisch und Deutsch.

„Wir möchten klarstellen, dass wir offen für Gespräche über einen teilweisen oder vollständigen Verkauf des Klubs sind, sofern dies die langfristige Nachhaltigkeit des Klubs sichert.“

Finanzielle Herausforderungen

Grasshopper gehört zu den zahlreichen europäischen Fußballvereinen, die mittlerweile US-Investitionen haben, nachdem sie zuvor Eigentümer aus China hatten. Der Klub hat sich in den 23 Jahren seit seinem letzten Ligatitel und 13 Jahre nach dem Gewinn des Schweizer Cups als resistent gegen schnelle Lösungen erwiesen.

Eine große Mehrheit der europäischen Klubs macht Verluste, und LAFC betonte: „Die finanzielle Realität bleibt, dass die Betriebskosten von Grasshopper weiterhin die aktuellen Einnahmen übersteigen und der Klub auf fortlaufende externe Unterstützung angewiesen ist, um im Profifußball konkurrenzfähig zu bleiben.“

Die Zukunft von Grasshopper

Der Klub teilt sich das öffentlich besessene Letzigrund-Stadion – auch eine traditionsreiche Leichtathletikanlage – mit dem Stadtrivalen Zürich. „Wir verstehen die Frustration und teilen sie“, sagte LAFC am Dienstag und betonte: „Wir haben erheblich investiert“ und bot erneut an, sich mit Fangruppen zu treffen.

„Ohne fortgesetzte Investitionen von den Eigentümern wird der Klub nicht als professionelle Fußballorganisation existieren. Sollten die Unterstützer dies jedoch wirklich wünschen, sind wir bereit, auch auf dieser Basis Gespräche zu führen.“

Mit noch vier Runden in der Liga steht Grasshopper vor einem weiteren 11. Platz und einem weiteren Relegationsspiel, um in der höchsten Liga zu bleiben. Dieses Hin- und Rückspiel findet gegen den Zweitplatzierten der zweiten Liga statt.