Die Entwicklung der Knicks
In den letzten Jahren war die Tiefe der Knicks nicht gerade ihr Markenzeichen. Doch im vergangenen Monat hat Cheftrainer Mike Brown vermehrt auf eine 10-Mann-Rotation zurückgegriffen. In den letzten beiden Spielen von New York gegen die San Antonio Spurs und die New Orleans Pelicans kamen insgesamt 11 Knicks-Spieler zum Einsatz. Zu Beginn dieser Saison wurde von den ersten und zweiten Jahr Spielern der Knicks nicht viel erwartet. In den letzten Wochen haben jedoch mehrere junge Spieler aus New York einen Schritt nach vorne gemacht und entscheidend zu den Siegen beigetragen. Diese Entwicklung hat die Perspektiven des Kaders sowohl für die laufende Saison als auch für die Zukunft erheblich verändert.
Die Jugendbewegung
Tyler Kolek hat die Führung der Jugendbewegung in New York übernommen. Der 24-jährige Point Guard hat sich in den letzten Spielen einen festen Platz in der Rotation erkämpft und spielte sogar in entscheidenden Momenten, wie beim NBA Cup-Sieg gegen die Spurs, in der Crunch-Time. In den letzten Wochen erzielte Kolek am Weihnachtstag eine beeindruckende Leistung mit 16 Punkten und neun Assists und steuerte als Starter gegen die Minnesota Timberwolves 20 Punkte, 11 Rebounds und acht Assists bei. Der zweite Jahr Spieler Kevin McCullar Jr. trug mit 13 Punkten, acht Rebounds und zwei Steals zum Sieg von New York am Samstagabend gegen die Atlanta Hawks bei. Im Sieg am Montagabend gegen die Pelicans stach der Rookie Zweitrundenpick Mohamed Diawara hervor, traf vier Dreier und erzielte 18 Punkte in nur 16 Minuten.
Obwohl junge Spieler nicht immer herausragende Leistungen zeigen, ist es ermutigend, dass die Knicks nicht ausschließlich auf sie angewiesen sind, um konstant zu punkten. In der Niederlage am Mittwochabend gegen die Spurs erzielte Kolek lediglich drei Punkte in 15 Minuten, während McCullar und Diawara beide weniger als 10 Minuten Spielzeit erhielten. Die Präsenz dieser drei Spieler verleiht der Bank der Knicks die nötige Tiefe, die in der Vergangenheit oft gefehlt hat. Landry Shamet und Miles McBride haben verletzungsbedingt Zeit verpasst, und der Reserve-Forward Guerschon Yabusele war nicht effektiv.
Größe und Zukunft
Die Leistungen von Kolek, McCullar und Diawara kommen genau zur richtigen Zeit. Ein weiterer Vorteil ist die Größe von Diawara und McCullar auf der Flügelposition. Diawara wird mit 2,06 m und einer Spannweite von 2,24 m gelistet, während McCullar 1,96 m groß ist und eine Spannweite von 2,06 m hat. Ein häufiges Manko war der Mangel an Größe auf dem Perimeter, abgesehen von den Spielern OG Anunoby, Mikal Bridges und Josh Hart. Die Bank von New York war oft zu klein, da McBride, Shamet und Jordan Clarkson in den frühen Phasen der Saison signifikante Spielzeit erhielten.
Das Wachstum von Spielern wie Kolek, Diawara und McCullar wird auch für die Zukunft von New York von großer Bedeutung sein. Der Klub hat für die Saison 2025-26 die zweithöchste Gehaltsliste in der NBA, nur hinter den Cleveland Cavaliers. Laut Spotrac liegen die Knicks derzeit nur 148.358 Dollar unter dem zweiten Schwellensatz. Nach dem jüngsten Tarifvertrag sehen sich Teams, die den zweiten Schwellensatz überschreiten, strengen Strafen gegenüber, wie der Unfähigkeit, die Steuerzahler-Mittelstands-Ausnahme zu nutzen, um Free Agents zu verpflichten oder mehrere Gehälter in einem Trade zu bündeln.
Eine Möglichkeit, einem steigenden Gehaltsbudget entgegenzuwirken, besteht darin, gut zu draften und die kommenden Draft-Picks zu bescheidenen Gehältern zu verpflichten. Kolek und Diawara verdienen in diesem Jahr zusammen knapp 3,5 Millionen Dollar, während McCullar einen Two-Way-Vertrag hat. Die Knicks haben fünf Spieler, die 19 Millionen Dollar pro Jahr oder mehr verdienen. Da Mitchell Robinson nach der Saison ein unbeschränkter Free Agent werden soll und McBride möglicherweise im Sommer 2027 in die Free Agency geht, müssen die Knicks Spieler entwickeln, die in Zukunft Teil der Rotation sein können.
Dies wirft ein Licht auf die Spielerentwicklung, die in diesem Jahrhundert eine Schwäche der Knicks war. Die Entwicklung junger, einheimischer Talente wird entscheidend dafür sein, dass New York in der Lage ist, um seinen Kern herum aufzubauen und sowohl in dieser Saison als auch in Zukunft ein Meisterschaftsanwärter zu werden.