WBO und Dopingvorwürfe gegen Jaime Munguia
Die World Boxing Organization (WBO) hat dem ehemaligen Champion Jaime Munguia eine offizielle Mitteilung über einen angeblichen Dopingverstoß zukommen lassen. In einem am 26. Juni datierten Schreiben wird dem Mexikaner eine Frist von zehn Tagen eingeräumt, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Berichten zufolge soll Munguia positiv auf synthetisches Testosteron getestet haben, eine Anschuldigung, die sein Team in einer offiziellen Erklärung gegenüber World Boxing News (WBN) zurückwies.
Reaktion von Munguia’s Team
In den Informationen, die an WBN gesendet wurden, heißt es:
„Zunächst ist es wichtig zu betonen: Jaime Munguía hat in über 100 Dopingtests während seiner gesamten Profikarriere bisher nie positiv getestet. Seine Bilanz spricht für sich. Er hat stets die VADA-Testprotokolle eingehalten und sich einen Ruf als sauberer und respektvoller Kämpfer erarbeitet, der die Integrität des Sports ehrt. Wir bitten die Boxgemeinschaft, diesen Kontext zu berücksichtigen, bevor sie vorschnell urteilt. Der betreffende Test war einer von mehreren Tests, die während des Trainingslagers durchgeführt wurden – alle anderen waren negativ. Das positive Ergebnis der A-Probe war unerwartet und bereitet uns große Sorgen.“
Einige Tage später reagierte Munguia’s Team auf die Eröffnung der B-Probe und behauptete, dass eine Kontamination während des Tests stattgefunden habe. Sie fügten hinzu:
„Wir möchten erneut betonen, dass dieses Ergebnis unsere Position nicht ändert: Jaime hat keine verbotene Substanz wissentlich oder absichtlich eingenommen. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses Ergebnis durch Kontamination verursacht wurde, und wir unternehmen weiterhin alle möglichen Schritte, um die Quelle zu identifizieren.“
WBO-Präsident fordert Klarheit
Trotz der öffentlichen Ablehnung von Munguia möchte WBO-Präsident Gustavo Olivieri mehr Klarheit.
„Das WBO-Weltmeisterschaftskomitee hat Jaime Munguia eine formelle Show Cause Notice bezüglich eines angeblichen Dopingverstoßes nach seinem jüngsten Kampf gegen Bruno Surace ausgestellt. Die Angelegenheit wird gemäß den WBO-Vorschriften administrativ überprüft“,
so die WBO. Der offizielle Brief enthielt Folgendes:
„Das World Boxing Organization (WBO) Weltmeisterschaftskomitee gibt diese formelle Show Cause Notice gemäß den Abschnitten 19 und 28 der WBO-Vorschriften für Weltmeisterschaftswettkämpfe heraus, in Bezug auf die angebliche Verwendung einer verbotenen leistungssteigernden Substanz im Zusammenhang mit Ihrem letzten Kampf gegen Bruno Surace. Die Verwendung von illegalen Drogen, leistungssteigernden Drogen oder Stimulanzien vor oder während des Meisterschaftswettkampfs durch einen der Teilnehmer ist ausreichender Grund für die Disqualifikation des Teilnehmers, der diese Verwendung begangen hat.“
Gemäß Abschnitt 19(c) und Abschnitt 28(c-e) wird Ihnen hiermit eine Frist von zehn (10) Kalendertagen ab dem Datum dieser Mitteilung gewährt, um Ihre schriftliche Erklärung, Dokumentationsbeweise oder andere relevante Materialien zu diesen Vorwürfen einzureichen. Eine Nichterfüllung innerhalb dieses Zeitrahmens stellt einen Verzicht auf alle Ihnen hiermit zustehenden Rechte dar, und das WBO-Weltmeisterschaftskomitee wird fortfahren, jede Entscheidung zu treffen, die es für angemessen hält, gemäß den WBO-Regeln und -Vorschriften.
Munguia’s Rache-Sieg über Surace wird zu einem No-Contest, es sei denn, es gibt eine ausreichende Erklärung. WBN wird diese Geschichte weiterhin verfolgen und aktualisieren. WBN hat den WBO-Präsidenten für weitere Informationen kontaktiert.