Tyson Gross‘ denkwürdiger Moment
DENVER — Tyson Gross sorgte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag für einen denkwürdigen Moment für die Calgary Flames, auch wenn die Anzeigetafel dies nicht vollständig widerspiegelte. In den letzten Minuten des Spiels gegen die Colorado Avalanche erzielte der junge Spieler sein erstes NHL-Tor, indem er am oberen Rand des Tores einen losen Puck nach einem Schuss von Matvei Gridin ins Netz schob. Es war ein hart erkämpfter Treffer, von dem junge Spieler träumen – nicht durch Glanz, sondern durch Entschlossenheit im Slot erzielt.
Ein verwirklichter Traum
Ein verwirklichter Traum – und fast ein doppelter Erfolg. Nur wenige Wechsel nach seinem ersten Karriere-Treffer schien Gross erneut zu treffen. Nahe am Tor positioniert, stellte er seinen Schläger perfekt ein und beförderte einen weiteren Puck über die Torlinie, was die Flames-Bank kurzzeitig in Feierlaune versetzte. Für einen kurzen Moment sah es nach einem märchenhaften Abend aus – zwei Tore in schneller Folge in nur seinem ersten NHL-Einsatz.
„Ich dachte, er hat bei seinen Bullys einen großartigen Job gemacht“, sagte Flames-Cheftrainer Ryan Huska.
Doch die Freude währte nicht lange. Nach einer Trainer-Herausforderung von Colorado wurde das Spiel an der blauen Linie als Abseits gewertet, wodurch das, was Gross‘ zweites Tor des Abends hätte sein können, gestrichen wurde. Statt einer Mehr-Tore-Leistung blieb ihm nur ein einzelner Treffer – obwohl dieser immer noch immense persönliche Bedeutung hatte.
Ein unbestreitbarer Einfluss
Trotz des aberkannten Tores war Gross‘ Einfluss unbestreitbar. In einem Spiel, in dem Calgary Schwierigkeiten hatte, nachhaltigen Offensivdruck zu erzeugen, stach seine Präsenz vor dem Tor und seine Bereitschaft zu kämpfen hervor. „Er hat besonders im dritten Drittel wirklich gute Bullys gewonnen und ist dann direkt zum Tor gegangen. Er hat eine Präsenz vor dem Tor, und er hat einen Rebound gut reingeschoben. Wir sind begeistert, dass er sein erstes Tor in der NHL erzielt hat.“
Ein Blick in die Zukunft
Selbst in einer 3:1-Niederlage – die spät durch ein Empty-Net-Tor von Nathan MacKinnon besiegelt wurde – gab Gross einen Einblick in das, was noch kommen könnte. Im Gespräch mit mehreren Flames-Spielern vor dem Spiel – darunter Zach Whitecloud und Morgan Frost – war die Botschaft klar: Sie wollten eine viel bessere Leistung als bei ihrer Niederlage am 30. März, als sie von demselben Avalanche-Team mit 9:2 besiegt wurden.
Während die Aufstellung nicht identisch war – Nazem Kadri, der zur Deadline zurück nach Colorado getradet worden war, war aufgrund eines gebrochenen Fingers nicht verfügbar – war die Reaktion von Calgary deutlich anders. Trotz einer weiteren Niederlage gaben sich die Flames nicht geschlagen. Sie kämpften von der ersten Puckabgabe an um jeden Zentimeter des Eises.
Dustin Wolf, der in diesem vorherigen Aufeinandertreffen nach vier Gegentoren bei 16 Schüssen in weniger als einer halben Periode vom Eis genommen wurde, kam stark zurück – er hielt 38 von 40 Schüssen und gab Calgary die Chance, die ganze Nacht über. Wenn die Flames dieses Niveau an Einsatz weiterhin bringen können, während sie sich umstellen, gut draften und ihren Kader stetig verbessern, könnte dies ein Team werden, das in naher Zukunft im Auge behalten werden sollte. In dieser Leistung gibt es keine Schande – nur Anzeichen von Fortschritt.