Tony Clark tritt als Leiter der MLB-Spielergewerkschaft zurück, berichtet die AP

Rücktritt von Tony Clark

TAMPA, Fla. (AP) — Tony Clark hat als Leiter der Major League Baseball Players Association (MLBPA) seinen Rücktritt angekündigt, wie eine mit den internen Überlegungen der Gewerkschaft vertraute Person am Dienstag mitteilte. Die Quelle sprach anonym mit der Associated Press, da die Entscheidung, die zuerst von ESPN berichtet wurde, noch nicht offiziell bekannt gegeben worden war. Eine offizielle Ankündigung wird voraussichtlich später am Dienstag erwartet.

Kontext des Rücktritts

Clarks Rücktritt erfolgt im Kontext einer laufenden Untersuchung des US-Staatsanwalts in Brooklyn, New York, zu One Team Partners, einem Lizenzunternehmen, das von der Gewerkschaft und der NFL Players Association gegründet wurde. Diese Entscheidung fällt zudem in die Zeit vor den bevorstehenden Tarifverhandlungen im April, die einen neuen Arbeitsvertrag anstreben, der den bestehenden fünfjährigen Vertrag ablösen soll, der am 1. Dezember ausläuft.

Das Management plant offenbar, eine Gehaltsobergrenze vorzuschlagen, was möglicherweise zu einem Arbeitskampf führen könnte, der dazu führen würde, dass reguläre Saisonspiele zum ersten Mal seit 1985 abgesagt werden. Am Montag hat die Gewerkschaft zudem den Beginn ihrer jährlichen Tour durch die 30 Frühlingstrainingslager abgesagt, die für Dienstag angesetzt war.

Über Tony Clark

Clark, 53, ist ein ehemaliger All-Star-Erstbaseman und der erste Spieler, der die Gewerkschaft leitete. Er spielte zuletzt im Jahr 2008 und war Teil des Gewerkschaftsteams, als Michael Weiner mit einem Gehirntumor diagnostiziert wurde. Clark übernahm die Leitung der Gewerkschaft nach Weiners Tod Ende 2013 und führte die Spieler durch Verhandlungen, die zu Vereinbarungen in den Jahren 2016 und 2022 führten, wobei letzteres nach einem 99-tägigen Lockout zustande kam.

Bruce Meyer, der von 2021 bis 2022 als Hauptverhandler unter Clark tätig war, wurde im Sommer 2022 zum stellvertretenden Geschäftsführer befördert und wird voraussichtlich erneut die Verhandlungen leiten.