Rückschlag für das umstrittene Muhammad Ali Boxing Revival Act: USA Boxing zieht Unterstützung zurück

Rückzug der Unterstützung für den Muhammad Ali American Boxing Revival Act

USA Boxing, der nationale Dachverband für Amateurboxen in den Vereinigten Staaten, hat seine Unterstützung für das umstrittene, von TKO unterstützte Muhammad Ali American Boxing Revival Act (H.R. 4634) zurückgezogen. Dies stellt einen erheblichen Rückschlag für das schnell voranschreitende Gesetzesvorhaben dar.

Offizielle Klarstellung von USA Boxing

In einem Brief an den Vorsitzenden des U.S. House Education and Workforce Committee, Rep. Tim Walberg (R-Mich.), und den ranghöchsten Mitglied Rep. Bobby Scott (D-Va.) erklärte USA Boxing:

„Am 18. Januar 2026 wurde Korrespondenz an Ihre Büros bezüglich des Muhammad Ali American Boxing Revival Act (H.R. 4624) übermittelt. Nach Überprüfung stellte der Vorstand von USA Boxing fest, dass die Korrespondenz vom 18. Januar 2026 nicht die formell angenommene Position des Vorstands zum Zeitpunkt der Einreichung widerspiegelte und nicht durch eine Abstimmung des Vorstands autorisiert war. Daher gibt der Vorstand diese Klarstellung heraus und bestätigt, dass die Korrespondenz vom 18. Januar keine offizielle Position von USA Boxing darstellt. Folglich zieht der Vorstand diesen Brief hiermit zurück. Nach eingehender Diskussion hat der Vorstand entschieden, dass USA Boxing keine Position zu H.R. 4624 einnehmen wird.“

Details zum Gesetzesvorhaben

Das parteiübergreifende Gesetz, das ursprünglich im Juli von den Kongressabgeordneten Brian Jack (R-Ga.) und Sharice Davids (D-Kan.) eingebracht wurde, würde die Schaffung von Unified Boxing Organizations (UBOs) ermöglichen. Diese UBOs könnten ähnlich wie ein weiteres TKO-Produkt, die UFC, agieren, indem sie eigene Rankingsysteme im Boxen betreiben, UBO-Titel verleihen und Veranstaltungen unter diesem Banner organisieren. Dadurch würde die Trennung zwischen Promotern und sanctioning bodies effektiv aufgehoben.

Es wird berichtet, dass Dana Whites Zuffa Boxing, ein TKO-Produkt in Partnerschaft mit Saudi-Arabiens SELA, plant, eine UBO zu gründen, sollte das Gesetz in Kraft treten. Tatsächlich hat Zuffa bereits seinen eigenen Gürtel geschaffen und wird am Sonntag seinen ersten Champion krönen, wenn Jai Opetaia gegen Brandon Glanton in einem Cruisergewichtskampf auf Paramount+ antritt.

Aktueller Stand des Gesetzes

Das Gesetz wurde im Januar aus dem House Education and Workforce Committee verabschiedet und wird nun dem gesamten Repräsentantenhaus zur Debatte und zur Abstimmung vorgelegt, wo es eine einfache Mehrheit benötigt, um zu bestehen.

Ein Rückschlag für USA Boxing

Ursprünglich war USA Boxing ein Unterstützer des Gesetzes. WWE-Präsident Nick Khan und UFC-CEO Dana White waren im vergangenen Dezember bei den USA Boxing-Meisterschaften anwesend, um junge Talente für ihr Zuffa Boxing-Vorhaben zu scouten. White und Khan wurden als interessiert an der Unterstützung des nationalen Dachverbands des US-Amateurboxens verstanden, in der Hoffnung, dessen Unterstützung und Finanzierung zu nutzen, um Einfluss auf die besten Amateurstars zu gewinnen.

Diese Basisbemühungen scheinen nun einen erheblichen Rückschlag erlitten zu haben, da USA Boxing seine Unterstützung zurückgezogen hat. Dies könnte bedeutende Auswirkungen darauf haben, wie der Kongress das Gesetz sieht und welchen Einfluss es auf den Sport haben könnte. Viele in der Boxindustrie sind skeptisch gegenüber dem Ali Revival Act und behaupten, es sei nichts weiter als eine TKO-Initiative, um die Kontrolle über das Boxen zu gewinnen.