Real Madrid und Berlin in Gesprächen über ‚NBA Europe‘

NBA Europe: Ein neuer Schritt in der Basketballwelt

Das Spiel zwischen den Orlando Magic und den Memphis Grizzlies fand vor ausverkauftem Haus in Berlin statt. Die NBA hat ihre Vision für eine vorgeschlagene europäische Basketballliga, die ‚NBA Europe‘ heißen soll, mit Real Madrid und anderen spanischen Clubs besprochen, erklärte Kommissar Adam Silver.

Die ersten Pläne für ‚NBA Europe‘, die 2027 starten sollen, sehen 10 bis 12 feste Franchises vor, die jährlich in der Liga verbleiben würden. Silver erläuterte, dass die Idee darin besteht, etablierte europäische Teams mit neuen zu kombinieren, wobei die Liga zunächst von den ausgewählten Mitgliedsclubs finanziert werden soll.

„Wir versuchen, die beste Kombination aus Tradition und Innovation zu finden“, sagte Silver.

Der 63-Jährige sprach vor dem ersten regulären Saisonspiel der NBA in Berlin, Deutschland, am Donnerstag, das die Orlando Magic mit 118:111 gegen die Memphis Grizzlies gewannen. Die beiden Teams treffen am Sonntag erneut in der O2 Arena in London aufeinander.

Kontroversen und Zukunftspläne

Warum spalten die Pläne der NBA für Europa die Meinungen? Eine Liga mit potenziell 16 Teams wird ebenfalls in Betracht gezogen, die die regulären 10 bis 12 Franchises mit offenen Plätzen kombiniert, für die sich Teams qualifizieren können. Angesichts des Anstiegs der Beliebtheit von Basketball und der NBA in Europa plant die amerikanische Liga, in den nächsten drei Saisons sechs Spiele in vier verschiedenen europäischen Städten auszutragen.

London, Manchester, Berlin und Paris werden zwischen 2026 und 2028 Spiele ausrichten. Silver erklärte, dass die Gespräche mit Real Madrid, das in der EuroLeague spielt und als einer der größten Basketballclubs in Europa gilt, „mehr in der Kategorie der Informationsbeschaffung“ stattfinden. Er bestätigte jedoch, dass auch Gespräche mit einem anderen EuroLeague-Team, Alba Berlin, stattgefunden hätten, dessen Arena das NBA-Spiel ausrichtete.

„Alba Berlin sei das Modell für die Art von Club, die wir in einer potenziellen europäischen Liga sehen möchten.“

Berichten zufolge hat die bestehende EuroLeague Bedenken hinsichtlich des neuen Vorhabens und droht mit rechtlichen Schritten gegen die NBA, sollte es Clubs gelingen, bestehende Vereinbarungen zur Teilnahme an dem neuen Wettbewerb zu brechen. Silver äußerte jedoch die Überzeugung, dass die beiden Ligen nicht in Konflikt geraten würden, und fügte hinzu:

„Es gibt genug Platz für Wettbewerb.“