Norwegischer Biathlon-Bronzemedaillengewinner gesteht Untreue in Interview nach dem Rennen

Unerwartete Enthüllung nach dem Rennen

ANTERSELVA, Italien (AP) — Ein Interview nach dem Rennen mit dem Bronzemedaillengewinner im olympischen Biathlon-Wettbewerb der Männer nahm am Dienstag eine unerwartete Wendung, als er in einer Live-Übertragung offenbarte, dass er untreu gegenüber seiner Freundin gewesen war. Sturla Holm Laegreid, einer der besten Biathleten Norwegens, belegte im 20-Kilometer-Einzelrennen den dritten Platz, war jedoch voller Bedauern, als er mit dem norwegischen Sender NRK bei den Milan Cortina Games sprach.

„Vor sechs Monaten traf ich die Liebe meines Lebens. Die schönste, süßeste Person der Welt. Und vor drei Monaten machte ich den größten Fehler meines Lebens und betrog sie“,

sagte Laegreid und kämpfte gegen die Tränen an.

Er berichtete, dass er seiner Partnerin vor einer Woche von dem Vorfall erzählt habe. „Ich bin mir sicher, dass viele Menschen mich jetzt in einem anderen Licht sehen, aber ich habe nur Augen für sie“, fügte er hinzu. „Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich damit sagen will, aber der Sport ist in den letzten Tagen in den Hintergrund gerückt. Ich wünschte, ich könnte das mit ihr teilen.“

Leistungen und Emotionen

Laegreids Teamkollege Johan-Olav Botn schoss perfekt in seinem olympischen Debüt und sicherte sich die Goldmedaille, während Eric Perrot aus Frankreich, der Gesamtführende im Weltcup, einen Schuss verfehlte und 14,8 Sekunden hinter Botn auf den zweiten Platz kam. Laegreid verfehlte ebenfalls das Ziel und lag 48,3 Sekunden zurück, was ihm die Bronzemedaille einbrachte. Es war Laegreids erste individuelle olympische Medaille. Er war Teil des Staffelteams, das bei den Olympischen Spielen in Peking Gold gewann. Doch anstatt zu feiern, war er nach dem Rennen verzweifelt, weinte und umarmte Freunde.

Öffentliche Erklärung

Während einer Pressekonferenz erklärte er, warum er sich entschied, der Welt von seiner persönlichen Situation in der TV-Übertragung zu erzählen.

„Es war die Wahl, die ich getroffen habe. Wir treffen im Laufe unseres Lebens verschiedene Entscheidungen, und so gestalten wir unser Leben“,

sagte er in einem Raum voller Journalisten.

„Heute habe ich die Entscheidung getroffen, der Welt zu sagen, was ich getan habe, damit sie vielleicht sieht, was sie mir wirklich bedeutet. Vielleicht auch nicht.“

Er äußerte, dass er sich schlecht fühle, weil er seinen Teamkollegen mit seiner tief persönlichen Nachricht in den Schatten stellte.

„Jetzt hoffe ich, dass ich Johans Tag nicht ruiniert habe“,

sagte er. „Vielleicht war es wirklich egoistisch von mir, dieses Interview zu geben. Ich bin mental nicht wirklich hier.“