Kontroverser Boxkampf zwischen Michael Zerafa und Nikita Tszyu
Der Boxkampf zwischen Michael Zerafa und Nikita Tszyu endete am Freitag in Brisbane in einer Kontroverse. Michael Zerafa hat zwar offiziell keine weitere Niederlage in seiner Boxbilanz erlitten, doch der reputationsschädigende Schaden könnte sich als kostspielig erweisen. Der mit Spannung erwartete australische Kampf zwischen Zerafa und dem aufstrebenden Star Tszyu – dem Bruder des ehemaligen Weltmeisters Tim Tszyu und Sohn der australischen Boxlegende Kostya Tszyu – wurde nur Sekunden nach Beginn der dritten Runde im Brisbane Entertainment Centre in Boondall, Australien, als No-Contest erklärt.
Der Kampfverlauf
Ein versehentlicher Kopfstoß führte in der zweiten Runde zu einem Schnitt um das linke Auge von Zerafa. Der Schnitt war zwar nicht einer der schlimmsten, die im Boxen je gesehen wurden, schien jedoch handhabbar zu sein. Als Schiedsrichter Chris Condon Sekunden nach Beginn der dritten Runde eine Auszeit einlegte, um das Auge des ehemaligen Titelherausforderers von einem Ringside-Arzt überprüfen zu lassen, äußerte Zerafa wiederholt, dass der Schnitt seine Sicht beeinträchtige und er nichts sehen könne. Infolgedessen riet der Arzt Condon, den Kampf zu stoppen. Da der Schnitt durch einen versehentlichen Kopfstoß verursacht wurde und weniger als vier Runden absolviert waren, wurde das Ergebnis als No-Contest erklärt.
Reaktionen und Kontroversen
Das Ende war äußerst umstritten, und Buhrufe hallten durch die Arena. Gegenstände wurden aus der 10.000-köpfigen Menge in Brisbane in den Ring geworfen, während die Zuschauer, die für einen der größten australischen Rivalenkämpfe der letzten Jahre bezahlt hatten, mit einer enttäuschenden Antiklimax zurückgelassen wurden. Nikita Tszyu, das FOX Australia Übertragungsteam und zahlreiche Online-Kommentatoren behaupteten, Zerafa habe sich entschieden, aufzugeben, anstatt sich durch die Widrigkeiten zu kämpfen. Tim Tszyu äußerte sich ebenfalls zu Zerafas Entscheidung, in der zweiten Runde aufzugeben, was sowohl die australische Menge als auch die Familie Tszyu wütend machte.
„Ich dachte nicht, dass es so schlimm war,“ sagte Tszyu über Zerafas Schnitt. „Es ist schade, aber was kann man tun? Zumindest habe ich zwei Runden daraus bekommen.“
„Ich denke auf jeden Fall, dass Zerafa aufgegeben hat. Ich glaube, er hat mich unterschätzt, und als der Schnitt passierte, kam ein wenig PTSD durch. Seine Emotionen haben ihn übermannt, er begann zu paniken. Einige der Dinge, über die Paulie Malignaggi ihn kritisierte – dass er nicht das Herz hat und sich zurückgezogen hat – zeigen sich, sobald dieser kleine Schmerz kommt, sucht er sofort nach dem Ausgang.“