Kobe Bryants Spitzname „Black Mamba“
Ungefähr zur Hälfte seiner Hall-of-Fame-Karriere übernahm die Legende der Los Angeles Lakers, Kobe Bryant, einen der ikonischsten Spitznamen in der NBA-Geschichte: „Black Mamba“. Dieser Spitzname blieb bis zu Bryants letzten Worten als Lakers-Spieler, „Mamba out“, in Erinnerung und wurde weltweit bekannt.
Die Ursprünge des Spitznamens
Doch diese Verbindung hätte fast nie stattgefunden. Jahre bevor Bryant sich als „Black Mamba“ ankündigte, hatte Nike andere Pläne, die dazu geführt hätten, dass die Legende der Chicago Bulls, Michael Jordan, in die Geschichte als „Black Mamba“ eingegangen wäre. Alles begann mit einer Werbekampagne, die um die Air Jordan 19 Sneakers aufgebaut war, so Baxter Holmes von ESPN.
Während er mit einem neuen Sneakermaterial namens Tech Flex arbeitete, begann der Nike-Manager Gentry Humphrey über Schlangen nachzudenken. Humphrey beschloss, „die badass-schwarze Schlange zu recherchieren, die es gibt“ und stieß sofort auf die schwarze Mamba. Von dort aus begann das Nike-Team, eine Werbekampagne für die Air Jordan 19s rund um diesen Spitznamen und die dazugehörigen Bilder zu entwickeln.
Ein unerwartetes Problem
Mit dieser Kampagne in einem fortgeschrittenen Stadium stieß Nike jedoch auf ein erhebliches Problem: Jordan mochte keine Schlangen. Nachdem sie versucht hatten, Jordan von der Idee zu überzeugen, stimmte die Bulls-Legende letztendlich zu, dass eine Werbung ausgestrahlt werden durfte, bevor er bat, dass der Rest geändert wird. Eine Anzeige der Air Jordan 19s – mit Bildern der schwarzen Mamba – erschien 2004 in einer Ausgabe von „ESPN: The Magazine“. Danach wurden die Sneakers ohne Bilder der schwarzen Mamba beworben.
Die Inspiration für Kobe Bryant
Einen Monat nach dem Launch der Air Jordan 19s wurde der Film „Kill Bill Vol. 2“ veröffentlicht. Es war dieser Film, der eine schwarze Mamba erwähnte und Bryant schließlich inspirierte, später den Spitznamen und die Persona „Black Mamba“ zu übernehmen. In einem Artikel von 2005 wurde Bryant auf ESPN als „Mamba“ bezeichnet, so Holmes. 2006 erschien er auf dem Cover von SLAM Magazine, während er eine Schlange hielt.
Das Erbe des Spitznamens
Der Spitzname blieb haften, und Bryant nutzte ihn, um Produkte unter diesem Namen zu lancieren und nannte schließlich sein Buch „The Mamba Mentality: How I Play“. In einem alternativen Universum wäre all das nie passiert. Wäre es nicht für seine intensive Angst vor Schlangen gewesen, hätte Jordan möglicherweise als NBA’s „Black Mamba“ in die Geschichte eingehen können.
Bryant hätte sicherlich Jahre später einen ähnlich furchterregenden Spitznamen für sich selbst entdeckt, aber es ist schwer vorstellbar, dass es auf die gleiche Weise funktioniert hätte, angesichts der Tatsache, wie synonym „Black Mamba“ und Bryant während und nach seiner Karriere wurden.