Rückkampf zwischen Mayweather und Pacquiao
Der Rückkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao scheint wieder auf Kurs zu sein, nachdem ein entscheidendes vertragliches Hindernis beseitigt wurde. Ein aktuelles Update von FightHype deutet darauf hin, dass die sogenannte „Cancer Contract“-Klausel aus dem Vertrag entfernt wurde, während die Bedingungen hinter den Kulissen angepasst werden. Diese Entwicklung ist das klarste Zeichen dafür, dass die Verhandlungen vorankommen, nachdem es wochenlang widersprüchliche Aussagen darüber gab, ob das Event als professioneller Kampf oder als Ausstellung stattfinden würde.
Verwirrung um die Struktur des Kampfes
Verwirrung umgab die Struktur des Kampfes, insbesondere nachdem Manny Pacquiao öffentlich darauf bestand, dass der Wettkampf ein vollständig genehmigter professioneller Kampf sein müsse. Er warnte, es wäre „ein echter Kampf oder nichts“. Diese Haltung schien im Widerspruch zu Floyd Mayweather zu stehen, der das Event zunächst als Ausstellung bezeichnete, als er letzten Monat mit den Medien in Las Vegas sprach. Mayweather äußerte sich während dieses Auftritts erstmals zu dem möglichen Rückkampf und überraschte viele, indem er den Kampf als Schaukampf und nicht als wettbewerbsorientierten Wettkampf herunterspielte.
Vertragliche Hindernisse und Verhandlungen
Die Klausel hatte effektiv den Fortschritt gestoppt und wurde zu einem der ungewöhnlicheren Streitpunkte in einem Deal, der bereits voller Widersprüche war, ob der Kampf professionell gewertet werden würde oder als weitere Ausstellung dienen sollte. Die Änderungen, die noch nicht öffentlich gemacht wurden, ebnen nun den Weg, der zuvor blockiert schien. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Mayweather diese Haltung einnimmt, wenn sich ein Deal ohne seine Führung entwickelt. Der ehemalige Weltmeister in fünf Gewichtsklassen hat typischerweise die Verhandlungen während seiner gesamten Karriere kontrolliert. Warum sich diese Dynamik geändert zu haben scheint, ist nicht ganz klar, da Pacquiao und CEO Jas Mathur nun die Diskussionen über einen potenziellen Millionenvertrag mit Netflix vorantreiben. Mayweather wird erwartet, ein erhebliches achtstelliges Honorar zu verlangen, wenn der Deal abgeschlossen wird. Allerdings ist nichts in Stein gemeißelt, bis er die Situation öffentlich anspricht.
Reaktionen aus der Boxwelt
Die Tatsache, dass FightHype – eine Plattform, die lange mit Mayweather verbunden ist – Bewegung im Vertrag anerkannt hat, verleiht der Idee Gewicht, dass der Kampf wieder in Bewegung ist. Allerdings hatte FightHype zuvor angedeutet, dass das Event ganz abgesagt wurde. Der erneute Schwung kommt vor dem Hintergrund gemischter Meinungen im Sport. Der ehemalige Gegner Andre Berto, der in einem kürzlichen exklusiven Interview mit World Boxing News über Mayweathers Comeback und den potenziellen Rückkampf sprach, glaubt, dass der Kampf echtes Interesse wecken würde, insbesondere wenn Mayweather bereit ist, sein ungeschlagenes Rekord zu riskieren.
„Wenn er dieses Rekord aufs Spiel setzen will… das ist etwas, das jeder sehen möchte“
sagte Berto und wies auf die Bedeutung von Einsätzen hin, um einen echten Wettkampf von einer Ausstellung zu unterscheiden.
Trainer Bob Santos unterstützte ebenfalls die Idee eines zweiten Treffens und beschrieb das Aufeinandertreffen als „besser spät als nie“, angesichts der anhaltenden Anziehungskraft beider Kämpfer. Allerdings sind nicht alle überzeugt. Der erfahrene Trainer Abel Sanchez wies das Konzept zuvor zurück und erklärte, der Kampf „macht keinen Sinn“ und hat in dieser Phase ihrer Karrieren wenig sportliche Relevanz.
Die zentrale Frage bleibt
Im Zentrum der Unsicherheit bleibt die Frage, die den Kampf von Anfang an begleitet hat – ob Mayweathers perfektes 50-0 Rekord auf dem Spiel stehen würde. Pacquiaos Beharren auf einem professionellen Kampf hat diese Debatte weiterhin angeheizt und die Möglichkeit aufgeworfen, dass der Rückkampf echte wettbewerbliche Konsequenzen haben könnte, anstatt als hochkarätige Ausstellung zu dienen. Für den Moment markiert die Beseitigung des vertraglichen Hindernisses einen bedeutenden Schritt nach vorne. Ob dies letztendlich dazu führt, dass Mayweather den Kampf offiziell bestätigt – und unter welchen Bedingungen – könnte nicht mehr lange ungelöst bleiben.