MÜNSTER, Deutschland – Protest gegen VAR-Technologie
Ein maskierter Fan hat während eines deutschen Fußballspiels den Videoüberwachungsmonitor des Schiedsrichters abgezogen, während dieser über einen Elfmeter entschied. Dies geschah offenbar als Protest gegen die umstrittene VAR-Technologie.
„Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es sich um eine geplante Aktion handelte“, erklärte Münster weiter.
Der unbekannte Fan kam aus den Zuschauerrängen und zog den Monitor ab, den Schiedsrichter Felix Bickel nutzen wollte, um über einen Elfmeter im Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha Berlin am Sonntag zu entscheiden, wie Münster in einer Erklärung mitteilte. TV-Aufnahmen zeigten eine Person in weißen Overalls und einer Skimaske, die in Münster zurück zu den Heimfans kletterte.
Der Vorfall hielt die Entscheidung gegen die Heimmannschaft jedoch nicht auf, da die Video-Assistentin Katrin Rafalski in der Lage war, aus der Ferne zu entscheiden und diese Entscheidung Bickel mitzuteilen. Herthas Fabian Reese verwandelte den Elfmeter, der das Eröffnungstor eines 2:1-Siegs darstellte.
Reaktionen und Maßnahmen
Münster bedauerte den Vorfall und erklärte, alles zu tun, um den Täter oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem fügte der Verein hinzu, dass Maßnahmen ergriffen würden, um zu verhindern, dass ein solcher Vorfall erneut geschieht.
„Es zeigt, wie die Fans die Dinge erleben und dass sie alles tun wollen, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Münster-Kapitän Jorrit Hendrix in Kommentaren, die von der TV-Show Sportschau ausgestrahlt wurden.
„Wenn sie etwas tun können, um es zu beeinflussen, tun sie das. Ich verstehe das vollkommen und halte es für eine gute Sache.“
Seit der Einführung von VAR im deutschen Fußball im Jahr 2017 ist die Technologie unter den Fans umstritten. Viele sehen die Verzögerungen durch die Videoüberprüfung als unerwünschte Unterbrechung des Spielflusses.