Ledeckas Traum endet überraschend
LIVIGNO, Italien (AP) — Ester Ledeckas Traum, die erste Snowboarderin zu werden, die in drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen Goldmedaillen gewinnt, kam am Sonntag überraschend zu einem Ende. Sie verlor ihr Viertelfinale im Parallel-Gigantenslalom um lediglich 0,06 Sekunden gegen die Österreicherin Sabine Payer. Die 30-jährige tschechische Rennfahrerin galt als große Favoritin auf Gold. Fast zwei Jahre lang hatte sie kein PGS-Weltcuprennen verloren und war seit fünf Rennen nicht mehr vom Podium gefallen.
Geschichte und Erfolge
Ledecka schrieb 2018 Geschichte, als sie die erste Athletin wurde, die sowohl ein Snowboard-Rennen als auch ein Skirennen bei denselben Olympischen Spielen gewann. Ihr Sieg im Super-G im alpinen Skifahren wurde als Überraschung angesehen, doch jeder erwartete, dass sie in ihrem „besseren“ Sport, dem PGS, dominieren würde, was sie auch tat. Sie verteidigte ihren Snowboardtitel vor vier Jahren in China.
In diesem Jahr hoffte sie, sowohl im alpinen Damenabfahrt als auch im PGS zu gewinnen, doch beide Wettbewerbe waren am selben Tag angesetzt. Sie entschied sich für das Snowboard und blieb ohne Titel — ihre Niederlage fiel nur wenige Stunden nach Lindsey Vonn’s Sturz auf der Abfahrtsstrecke.
Ausblick auf kommende Wettbewerbe
Ledecka wird am Donnerstag im Super-G im Skifahren antreten. Ihre Niederlage eröffnet der Österreicherin Anna Gasser die Möglichkeit, die erste Snowboarderin zu werden, die drei aufeinanderfolgende Olympiatitel gewinnt. Gasser wird später am Sonntag in die Qualifikation im Big Air gehen. Auch Chloe Kim strebt ihren dritten Titel an; ihr Halfpipe-Wettbewerb beginnt am Mittwoch.
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