Kris Knoblauch bringt Colorado die Anpassungsfähigkeit, die in den Playoffs gefehlt hat

NHL-Playoffs: Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg

In den NHL-Playoffs ist der Unterschied zwischen dem Weiterkommen und dem Nach-Hause-Gehen oft nicht nur das Talent – es ist das Timing.

Kris Knoblauch: Ein möglicher Nachfolger für Jared Bednar

Wenn die Colorado Avalanche sich entscheiden sollten, sich von Jared Bednar zu trennen, könnte der offensichtlichste Ersatz bereits in derselben Konferenz sitzen. Der ehemalige Trainer der Edmonton Oilers, Kris Knoblauch, sticht als natürlicher Kandidat hervor. In vielerlei Hinsicht spiegelt er Bednar wider: ruhig, gelassen und analytisch orientiert.

Doch es gibt eine Eigenschaft, in der er sich auf eine Weise abhebt, die Colorado zunehmend schwerfällt – seine Fähigkeit, sich schnell anzupassen, wenn sich eine Serie ändert.

Die Philosophie von Kris Knoblauch

„Es geht darum, Vertrauen in Plan A zu haben. Aber es geht noch mehr darum, Vertrauen darin zu haben, wann man von Plan A zu Plan B, Plan C oder einem ganz anderen Plan auf einen Schlag wechseln sollte.“

Wie ESPN-Reporter Ryan S. Clark bemerkte, erfordert Coaching auf diesem Niveau das Gleichgewicht zwischen der Makroperspektive – dem Gesamtbild eines Teams – und der Mikroperspektive, wo „diese Echtzeit-Entscheidungen während des Spiels den Unterschied zwischen einer gewinnenden Franchise und einer ausmachen können, die sich fragt, was gewesen wäre, wenn bessere Entscheidungen getroffen worden wären.“

Die Spieler bemerkten dies schnell. Der ehemalige Oilers-Stürmer Connor Brown beschrieb Knoblauch als „einen ziemlich analytischen Typ und ziemlich gelassen“ und fügte hinzu: „Ich denke, er sieht es klar in diesen Drucksituationen. Ich denke, sein Urteil ist ziemlich klar.“

Verteidiger Darnell Nurse brachte diese Idee noch direkter zum Ausdruck: „Er hat ein Gespür dafür, zur richtigen Zeit Anpassungen vorzunehmen und nicht nur eine Anpassung vorzunehmen, um eine vorzunehmen.“

Stabilität und Kontrolle unter Druck

Der Schwerpunkt liegt nicht auf ständigen Veränderungen – es geht um Zurückhaltung mit einem Zweck. Kontrolle ohne Panik ist das auffälligste Merkmal hinter Knoblauchs Bank: Überreaktion bleibt aus. Selbst wenn Spiele früh kippen oder sich der Schwung schnell ändert, ist die Reaktion gemessen und nicht emotional.

Diese Stabilität hat sich in ein Team übersetzt, das dazu neigt, Spiele zu stabilisieren, anstatt in ihnen zu spiralisieren. Die Änderungen kommen, aber sie geschehen mit Absicht.

Die Herausforderungen der Colorado Avalanche

Die Frage, die Colorado nie wirklich loslässt, ist nicht das Talent. Der Kader gehört seit Jahren zu den gefährlichsten der Liga. Die Frage war, was passiert, wenn die Gegner sich anpassen und die Serie enger wird.

2019 gegen San Jose brachte Colorado die Sharks in der zweiten Runde bis zu sieben Spielen, aber die Serie kippte spät, als die Sharks Wege fanden, zu kontern und sie zu beenden. 2021 eröffneten die Avalanche mit zwei Siegen über Vegas, bevor die Golden Knights sich anpassten, die Serie auf 2–2 ausglichen und letztendlich die Kontrolle übernahmen, um in sechs Spielen zu gewinnen.

2023 wurde die erste Runde der Serie von Colorado gegen Seattle zu einem weiteren Beispiel für ein eng umkämpftes Duell, in dem sich der Schwung im Verlauf verschob, wobei die Avalanche letztendlich in sieben Spielen ausschied.

Die Frage bleibt: Wer weiß, wie man sich anpasst? In der modernen NHL, wo Serien oft kippen, sobald sie 2–2 erreichen und taktisch statt technisch werden, hat diese Eigenschaft Gewicht.