Kanada verpasst Medaille bei der Eishockey-Weltmeisterschaft und unterliegt Norwegen in der Verlängerung

ZÜRICH – Norwegen überrascht Kanada

Norwegen überraschte Kanada am Sonntag im Spiel um die Bronzemedaille mit einem 3:2-Sieg in der Verlängerung und sicherte sich damit seine erste Medaille bei der Eishockey-Weltmeisterschaft. Noah Steen erzielte den entscheidenden Treffer 3:32 Minuten in der Verlängerung. Zuvor hatte Norwegen im Jahr 1951 mit einem vierten Platz das beste Ergebnis erzielt.

Dramatisches Schlussdrittel

In einem dramatischen Schlussabschnitt lag Kanada mit 0:2 zurück, als sie Torwart Jet Greaves vom Eis nahmen. Robert Thomas erzielte unassisted aus dem Slot den Anschlusstreffer, nur noch 1:16 Minuten waren im letzten Drittel zu spielen. Mit nur acht Sekunden auf der Uhr bereiteten Kapitän Macklin Celebrini und Ryan O’Reilly Thomas für seinen zweiten Treffer vor, der den Ausgleich zum 2:2 erzielte und die Verlängerung erzwang.

Norwegens Führung

Emilio Pettersen brachte Norwegen in der ersten Periode mit 1:0 in Führung, und Stian Solberg erhöhte im zweiten Drittel mit einem abgefälschten Schuss. Torhüter Henrik Haukeland parierte beeindruckende 44 Schüsse, während Greaves 21 Saves für Kanada verzeichnete.

Kanadas enttäuschender Verlauf

Kanada musste sich mit dem Spiel um die Bronzemedaille begnügen, nachdem sie am Samstag im Halbfinale mit 4:2 gegen Finnland verloren hatten. Die Kanadier sind bei den Weltmeisterschaften seit ihrem letzten und rekordverdächtigen 28. Titel im Jahr 2023 gescheitert. 2024 belegten sie den vierten Platz und wurden im Vorjahr im Viertelfinale von Dänemark mit 2:1 überrascht.

Die Weltmeisterschaft endete erneut enttäuschend für Kanada, trotz einer Aufstellung, die das Teenager-Phänomen Celebrini als Kapitän sowie NHL-Legende Sidney Crosby und mehrere etablierte NHL-Stars wie O’Reilly, John Tavares und Mark Scheifele umfasste. Kanada konnte alle Gruppenspiele gewinnen, darunter einen 6:5-Sieg über Norwegen in der Verlängerung, und schaltete den Titelverteidiger USA im Viertelfinale aus. Doch Finnland, angeführt von Florida Panthers Center Aleksander Barkov, erwies sich im Halbfinale als zu stark.

Finale

Die Schweiz und Finnland treffen später am Sonntag im Finale aufeinander.