Julia Simon gewinnt Gold im Biathlon
ANTERSELVA, Italien (AP) — Julia Simon ist die erste Französin, die eine olympische Goldmedaille im 15-Kilometer-Einzelbiathlon der Frauen gewonnen hat. Ihre Teamkollegin Lou Jeanmonnot sicherte sich am Mittwoch bei den Spielen in Mailand-Cortina die Silbermedaille. Simon verfehlte nur ein Ziel und absolvierte die Strecke in 41 Minuten und 15 Sekunden. Jeanmonnot verfehlte zwei Ziele und kam 53 Sekunden später ins Ziel. Dies war Simons zweite Goldmedaille bei den Spielen in Mailand-Cortina, nachdem sie am Sonntag zusammen mit Jeanmonnot, Eric Perrot und Quentin Fillon Maillet die Mixed-Staffel gewonnen hatte.
Überraschung auf dem Podium
Lora Hristova aus Bulgarien schoss ein perfektes Rennen und sicherte sich die Bronzemedaille, was die Favoriten aus Italien, Deutschland und Schweden, die oft auf dem Podium in den Einzelwettbewerben des olympischen Biathlons standen, überraschte. Hristova kam 1:04 Minuten hinter Simon ins Ziel. Vanessa Voigt aus Deutschland wurde Vierte, 1:17 Minuten zurück, während Dorothea Wierer aus Italien Fünfte wurde, 1:33 Minuten hinter Simon.
Die Herausforderung des Einzelrennens
Die Einzelveranstaltung ist die längste und herausforderndste aller Biathlon-Rennformate. Die Athleten starten im 30-Sekunden-Intervall und absolvieren fünfmal eine 3-Kilometer-Runde, wobei sie dazwischen im Liegen und Stehen schießen. Präzises Schießen ist entscheidend: Anstelle einer Strafrunde für verfehlte Schüsse wird für jeden Fehlschuss eine Minute zur Zeit addiert.
Rückblick auf frühere Olympische Spiele
Alle drei Medaillengewinnerinnen im Einzelrennen der Olympischen Spiele 2022 in Peking sind zurückgetreten, aber Hanna Oeberg aus Schweden gewann Gold bei den Spielen 2018 in Pyeongchang. Oeberg verfehlte am Mittwoch drei Ziele und belegte mit einer enttäuschenden Zeit den 41. Platz — 4:04 Minuten hinter Simon.