NBA-Auszeichnungszeit und Victor Wembanyama
Die reguläre Saison neigt sich dem Ende zu, was bedeutet, dass die NBA-Auszeichnungszeit vor der Tür steht. Ein Spieler, der kürzlich in den MVP-Diskussionen erwähnt wird, ist Victor Wembanyama, der Center der San Antonio Spurs. Gewinnt er die Auszeichnung, wäre er der jüngste MVP in der Geschichte der Liga.
Wembanyamas Leistung in der Saison
In den letzten acht Spielen, in denen die Spurs eine beeindruckende Bilanz von 7-1 aufweisen, hat der 22-Jährige offensiv jedoch eher „entspannt“ agiert. Er hat sich dem kollektiven Spiel des Teams untergeordnet und kommt in diesem Zeitraum auf durchschnittlich 18,9 Punkte, 11,1 Rebounds und 4 Assists pro Spiel. Diese Zahlen sind zweifellos gut, entsprechen jedoch wahrscheinlich nicht den üblichen MVP-Standards. Am Donnerstagabend hat Wembanyama gegen die Detroit Pistons die Gelegenheit, seinen Fall zu stärken.
Defensive Fähigkeiten
Der 2,26 Meter große Koloss sollte jedoch nicht nur nach seinen Punkten bewertet werden, denn er ist tatsächlich der beste Verteidiger der Liga. In den letzten acht Spielen, in denen er durchschnittlich 29,8 Minuten auf dem Feld steht, hat er 34 Würfe blockiert, 10 Steals erzielt und zahlreiche Angriffe von Spielern abgewehrt, die sich entschieden haben:
„Nein, nicht heute.“
(Um fair zu sein, wir verstehen es. Es gibt keinen Grund, den Korb anzugreifen, wenn Wemby in der Nähe ist.) 44 Stocks (Steals + Blocks) in nur 238 Minuten zu sammeln, ist beeindruckend. Zudem hat er in dieser Zeit auch 76 defensive Rebounds geholt (9,5 pro Spiel) und beendet defensive Possessionen.
Die MVP-Kandidatur
Angesichts seiner defensiven Fähigkeiten stellt sich die Frage, wie stark Wembanyamas Verteidigung in eine mögliche MVP-Kandidatur einfließen sollte. Wäre er nur ein durchschnittlicher Scorer, der nicht über 20 Punkte pro Spiel erzielt, könnte man argumentieren, dass seine Elite-Verteidigung nicht ausreichen würde, um Stimmen zu gewinnen. Doch da er in dieser Saison 23,4 Punkte in nur 29 Minuten Spielzeit erzielt (29 Punkte, wenn man auf 36 Minuten anpasst), ist es schwierig, Wembanyama als offensive Bedrohung zu ignorieren.
Die Balance in seinem Spiel, die es ihm ermöglicht, an beiden Enden des Feldes zu glänzen, sowohl offensiv als auch defensiv, gibt ihm eine echte Chance auf den MVP-Titel, auch wenn seine offensive Produktion in letzter Zeit nuancierter war. Natürlich könnten die Wähler auch zu anderen Spielern wie Shai Gilgeous-Alexander oder, noch wichtiger, Nikola Jokić wechseln, sofern diese die Kriterien für die gespielten Spiele erfüllen. Beide sollten dann höher auf der Liste stehen.
Fazit
Dennoch wird es zunehmend schwieriger, gegen Wembanyama zu argumentieren, dass er in dieser Saison irgendeine Art von Auszeichnung verdient hat. Der Defensive Player of the Year Award sollte, vorausgesetzt Wembanyama erfüllt die Kriterien für die gespielten Spiele, absolut sicher sein. Es ist längst überfällig, denn er ist der beste Verteidiger der Liga, seit er sein NBA-Debüt gegeben hat, und es ist kaum zu leugnen, dass dies der Fall ist. Daher sollten alle Augen auf den Franzosen gerichtet sein, sei es im Hinblick auf den MVP oder den DPOY, während er die dritte Saison seiner Karriere abschließt.