Gervonta Davis und die Gegenklage
Gervonta „Tank“ Davis versucht, das Gehalt zurückzuerhalten, das er glaubt, verloren zu haben, als sein geplanter Kampf gegen Jake Paul scheiterte. Statt im Ring zu kämpfen, wählt er nun den Rechtsweg. Der Star aus Baltimore hat eine Gegenklage eingereicht, in der er mehr als 20 Millionen Dollar von seiner Ex-Freundin Courtney Rossel fordert. Er behauptet, sie habe einen Vorfall im Oktober 2025 provoziert, der letztendlich das lukrative, von Netflix unterstützte Event zum Scheitern brachte.
Details der Gegenklage
Laut der am 23. März eingereichten Gegenklage, die vom Baltimore Banner skizziert wurde, behauptet Davis, Rossel habe eine Konfrontation im Tootsie’s Cabaret in Miami initiiert, wo sie als VIP-Cocktail-Serviererin arbeitete. Dies sei Teil eines Plans gewesen, um ihn zu erpressen und zu verleumden. Die Klage besagt, dass Rossel sich bewusst war, dass Davis einen bevorstehenden Kampf gegen Paul hatte, der voraussichtlich mehr als 20 Millionen Dollar für den ungeschlagenen Leichtgewichtler durch einen globalen Netflix-Übertragungsvertrag einbringen würde.
Davis behauptet weiter, Rossel habe über ihre rechtlichen Vertreter später seinen Manager Ravone Littlejohn kontaktiert und 1,1 Millionen Dollar gefordert, andernfalls würde sie „strafrechtliche Anklagen durch die Strafverfolgungsbehörden und zivilrechtliche Verfahren einleiten“. Der Streit geht auf den Vorfall vom 27. Oktober 2025 zurück, der letztendlich dazu führte, dass Davis’ geplanter Kampf gegen Paul nicht zustande kam.
Rechtliche Kontroversen und Auswirkungen
„Wo ihr angebliches Opfer ihnen gelogen hat, um zu versuchen, Geld von jemandem zu erpressen“, sagte Davis’ Anwalt vor Gericht.
Wie WBN berichtete, zerfiel das Netflix-Event im November aufgrund wachsender rechtlicher Kontroversen rund um das vorgeschlagene Haupt-Event in Miami. Der Zusammenbruch führte dazu, dass Davis das, was als eines der größten Gehälter seiner Karriere erwartet wurde, verlor.
Davis’ rechtliches Team hat zuvor angedeutet, dass die Vorwürfe Teil eines finanziellen Plans waren. Während seiner Kautionsanhörung im Januar argumentierte der Anwalt des Boxers, dass der Fall letztendlich eine ganz andere Erzählung offenbaren würde.
Die Zukunft von Gervonta Davis
Details aus der Anhörung, die von WBN berichtet wurden, zeigten, dass die Kaution auf 16.000 Dollar festgesetzt wurde und ein Kontaktverbot als Teil der Freigabebedingungen von Davis erlassen wurde. Indem er Schadensersatz in Höhe von über 20 Millionen Dollar anstrebt, scheint Davis zu versuchen, das Preisgeld zurückzuerobern, das er erwartete, bevor der Kampf zusammenbrach.
Die Situation deutet auch darauf hin, dass Tank in die entgegengesetzte Richtung zu einem Box-Comeback geht. Trotz Berichten über mögliche Rückkämpfe mit Lamont Roach oder Isaac Cruz deutet die Gegenklage darauf hin, dass Davis die Einnahmen verfolgt, die er glaubt, verloren zu haben, anstatt neue. Wenn Davis jedoch tatsächlich diese Comeback-Optionen verfolgt, könnte er argumentieren, dass er viel davon im Ring zurückgewinnen könnte.
Stattdessen deutet die rechtliche Einreichung darauf hin, dass der ehemalige Champion lieber das Gehalt verfolgen würde, das er glaubt, ihm genommen worden zu sein, ohne zu konkurrieren. Ob ein Nachtclubmitarbeiter realistisch ein Urteil in Höhe von 20 Millionen Dollar erfüllen könnte, ist eine ganz andere Frage.
Für den Moment hat sich der Streit in einen zivilrechtlichen Kampf verwandelt, der Jahre dauern könnte, um gelöst zu werden, während Davis’ Boxzukunft unklar bleibt. Die Gegenklage kommt auch zu einem Zeitpunkt, an dem sich die breitere rechtliche Situation rund um den Vorfall im Oktober weiterentwickelt, nach einem zurückgerufenen Bewährungsbefehl in Maryland und laufenden Verfahren im Zusammenhang mit dem vorherigen Fall in Miami.