FIS weist Gerüchte über Hyaluronsäure-Injektionen bei Skispringern zurück

Februar 6, 2026

Skispringer und Gerüchte über Leistungssteigerung

PREDAZZO, Italien (AP) – Die Regulierungsbehörde für Ski, die FIS, hat am Freitag Berichte als wilde Gerüchte zurückgewiesen, die besagen, dass Skispringer ihren Genitalbereich verbessern, um ihre Sprungdistanz zu erhöhen, während die Winterspiele bevorstehen.

Bericht über Hyaluronsäure-Injektionen

Ein Bericht der deutschen Boulevardzeitung Bild vom letzten Monat deutete an, dass einige Skispringer Hyaluronsäure in ihre Genitalien injizieren oder eine kondomähnliche Hülle tragen, bevor sie strengen Kontrollen der Skianzuggröße unterzogen werden. Laut dem Bericht könnte diese Manipulation das Tragen eines größeren Skispringanzugs rechtfertigen, der mehr Auftrieb und einen längeren Flug ermöglicht, um Medaillen zu gewinnen.

Internationale Aufmerksamkeit und WADA

Der Bericht erregte diese Woche internationale Aufmerksamkeit, nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die in Mailand für die Olympischen Winterspiele 2026 zuständig ist, angedeutet hatte, dass sie bereit sei, die Angelegenheit zu untersuchen, falls sie mit Doping in Verbindung stehe.

„Dieses Gerücht entstand vor einigen Wochen aus reinem Hörensagen“, sagte FIS-Sprecher Bruno Sassi gegenüber der Associated Press. „Es gab nie einen Hinweis, geschweige denn Beweise, dass ein Wettkämpfer jemals eine Hyaluronsäure-Injektion verwendet hat, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.“

Reaktionen und medizinische Diskussionen

Der Bericht in der Bild blieb international weitgehend unbemerkt, bis der Generaldirektor der WADA, Olivier Niggli, am Donnerstag in Mailand danach gefragt wurde.

„Sollte irgendetwas ans Licht kommen, würden wir alles prüfen, und wenn es mit Doping zu tun hat, würden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Wir verwenden keine anderen Mittel zur Leistungssteigerung“, sagte Niggli gegenüber Reportern.

Der Vorschlag einer solchen Manipulation entwickelte sich schnell zu einer Medien-Sensation, wobei einige Berichte medizinische Experten zu Wort kommen ließen, die über die Sinnhaftigkeit der Injektion von Hyaluronsäure diskutierten, die im Körper natürlich vorkommt, Gelenke schmiert und in Feuchtigkeitscremes verwendet wird.

FIS und strengere Kontrollen

Auf die Frage, ob die WADA die Angelegenheit untersuche, erklärte der Sprecher der Agentur, James Fitzgerald, am Freitag gegenüber AP, dass Hyaluronsäure nicht auf ihrer Liste der verbotenen Substanzen stehe und verwies auf die FIS für Fragen im Zusammenhang mit Skispringanzügen.

Das Thema ist besonders sensibel für das Skispringen, insbesondere nach einem Betrugsskandal im letzten Jahr, bei dem norwegische Teamleiter dabei gefilmt wurden, wie sie Skianzüge bei der Weltmeisterschaft in Trondheim, Norwegen, manipulierten. Cheftrainer Magnus Brevik, Co-Trainer Thomas Lobben und Mitarbeiter Adrian Livelten wurden kürzlich für 18 Monate vom Sport ausgeschlossen, weil sie die Anzüge vor dem Wettbewerb auf der großen Schanze der Männer manipuliert hatten.

Die norwegischen Skispringer Marius Lindvik und Johann André Forfang akzeptierten dreimonatige Sperren, die es ihnen ermöglichten, in den Wettkämpfen dieser Saison anzutreten. Nach dem Skandal führte die FIS strengere Kontrollen der Ausrüstung ein, die Überprüfungen vor und nach jedem Sprung sowie verbesserte 3D-Messungen zur Bewertung der Athleten in ihren Uniformen umfasst. In die Anzüge eingebaute Mikrochip-Technologie soll ebenfalls Manipulationen verhindern.