Fackeln fliegen und Spieler kämpfen: Wolfsburg rückt nach Niederlage gegen Hamburg näher an den Abstieg

Wolfsburgs Niederlage gegen Hamburger SV

BERLIN (AP) – Wolfsburg ist am Samstag mit einer hitzigen 2:1-Niederlage zu Hause gegen den Hamburger SV einen Schritt näher an den Bundesliga-Abstieg gerückt. Die Partie endete in einem Spielerstreit auf dem Feld. Vermummte Wolfsburg-Fans warfen Fackeln auf das Spielfeld, wodurch schwarzer Rauch hinter einem der Tore aufstieg, um ihren Unmut über die Situation der Mannschaft zu verdeutlichen. Nach dem achten Spiel ohne Sieg steht Wolfsburg nun auf dem 17. Platz in der 18er-Liga.

Nachspielzeit und Trainerwechsel

Nach dem Schlusspfiff stürmten die Ersatzspieler beider Teams sowie Teamoffizielle auf das Feld, während Wolfsburgs Mittelfeldspieler Maximilian Arnold anscheinend wütend reagierte, nachdem er von den Hamburger Rivalen provoziert worden war. Die Pfiffe von Schiedsrichter Florian Exner konnten die Auseinandersetzung nicht stoppen; er zeigte Wolfsburgs Ersatztorhüter Marius Müller die Rote Karte.

Christian Eriksen verwandelte einen Elfmeter für Wolfsburg, doch seine Mannschaft kassierte zwei Tore, während Hamburg beide Chancen nutzte und nun neun Punkte vor dem Heimteam liegt. Damit ist der HSV in guter Position, um die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die höchste Liga zu überstehen.

Es wird wahrscheinlich Daniel Bauers letztes Spiel als Trainer von Wolfsburg gewesen sein, da sowohl Dieter Hecking als auch Felix Magath als mögliche Rückkehrer gehandelt werden, um den von Volkswagen unterstützten Klub in Sicherheit zu bringen. Bauers Nachfolger wäre der dritte Trainer der Saison.

Fanreaktionen und Ausblick

Vor dem Spiel zeigten Wolfsburg-Fans ein Banner mit der Aufschrift, es sei die letzte Chance für die Mannschaft, und dass sie hinter den Spielern stehen. Nach dem Spiel folgte ein weiteres Banner mit der Botschaft:

„Chance vertan, Unterstützung entzogen.“

Neun Runden bleiben nach diesem Wochenende.

Rennen um die Champions-League-Plätze

Im Rennen um die Champions-League-Plätze erzielte Alexander Prass zwei Tore, und Hoffenheim besiegte den Tabellenletzten Heidenheim auswärts mit 4:2, wodurch sie den dritten Platz festigten. Bayer Leverkusen war auf dem Weg, den vierten Platz – den letzten Platz für die Champions-League-Qualifikation – zu erreichen, als sie 3:2 gegen Freiburg führten. Doch Matthias Ginter erzielte spät für Freiburg den Ausgleich zum 3:3. Stuttgart spielte 2:2 in Mainz, und Yan Diomande führte Leipzig zu einem 2:1-Heimsieg über Augsburg. Stuttgart bleibt mit 47 Punkten auf dem vierten Platz, vor Leipzig aufgrund der Tordifferenz, während Leverkusen mit drei Punkten Rückstand auf dem sechsten Platz liegt. Der zweitplatzierte Borussia Dortmund spielte später in Köln. Bayern München hat einen 14-Punkte-Vorsprung nach einem 4:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach am Freitag.