Ehemaliger Reality-TV-Star Jessie Holmes gewinnt zum zweiten Mal in Folge das anspruchsvolle Iditarod-Schlittenhunderennen

März 18, 2026

Iditarod-Sieg für Jessie Holmes

NOME, Alaska (AP) – Der ehemalige Reality-TV-Star Jessie Holmes hat beim Iditarod, dem etwa 1.000 Meilen (1.609 Kilometer) langen Schlittenhunderennen in Alaska, erneut triumphiert. Am Dienstagabend überquerte er mit seinem Hundeteam die Ziellinie in Nome, einer historischen Goldgräberstadt am Beringmeer. Das Rennen begann am 8. März in Willow, einen Tag nach dem feierlichen Start in Anchorage. Die Strecke führte die Hundeteams und ihre Musher über zwei Gebirgszüge, entlang des gefrorenen Yukon River und über das unberechenbare Eis des Beringmeeres.

Holmes‘ Rekord und Preisgeld

Holmes, der als Mitglied der Besetzung der National Geographic Reality-Show „Life Below Zero“ bekannt wurde, ist der dritte Teilnehmer in der 54-jährigen Geschichte des Iditarod Trail Sled Dog Race, der im Jahr nach seinem ersten Sieg erneut gewinnt. Zuvor gelang dies nur Susan Butcher (1986-1987) und Lance Mackey (2007-2008), die beide insgesamt vier Titel gewannen.

Vor dem Iditarod erklärte Holmes der Associated Press, dass dieses Jahr das wichtigste Rennen seiner Karriere sei:

„Es ist schwer, sich selbst so etwas aufzuerlegen, denn man muss mit diesem Druck jeden Tag leben. Wenn ich es nicht schaffe, wird mich das absolut zerbrechen.“

Für seinen Sieg in diesem Jahr wird er etwa 80.000 Dollar erhalten, im Vergleich zu über 57.000 Dollar, die er im letzten Jahr nach Hause nahm. Der Preisgeldtopf wurde durch finanzielle Unterstützung des norwegischen Milliardärs Kjell Rokke erhöht, der an einer neu geschaffenen, nicht wettbewerbsorientierten Amateurkategorie teilnahm. Rokke erreichte Nome am Montag und profitierte von Regeln, die ihm erlaubten, externe Unterstützung von einem ehemaligen Iditarod-Champion zu erhalten, flexible Ruhezeiten zu haben und Hunde auszutauschen.

Holmes‘ Karriere und Investitionen

Holmes nahm 2018 zum ersten Mal am Iditarod teil und belegte den siebten Platz, was ihm den Titel „Rookie of the Year“ einbrachte. Inzwischen hat er neun Mal am Iditarod teilgenommen und sieben Top-10-Platzierungen erreicht. In den letzten fünf Rennen war er stets unter den besten fünf.

Acht Jahre lang war er in der National Geographic Reality-Show „Life Below Zero“ zu sehen, die die Herausforderungen des Lebens im ländlichen Alaska dokumentierte. Das Geld, das er mit der Show verdiente, investierte er in bessere Hunde und Ausrüstung und konnte zudem unerschlossenes Land in der Nähe des Denali-Nationalparks erwerben. Als Tischler hat er sich in der Wildnis eine Heimat geschaffen, wo sein nächster Nachbar etwa 30 Meilen (48 Kilometer) entfernt lebt.

Unterstützung und Kritik

Rokke, der mittlerweile in der Schweiz lebt, stellte zusätzlich 100.000 Dollar Preisgeld und 170.000 Dollar für die Alaska Native Dörfer zur Verfügung, die als Kontrollpunkte dienen. Ein weiterer Musher in der nicht wettbewerbsorientierten „Expedition“-Klasse, der kanadische Unternehmer Steve Curtis, versprach 50.000 Dollar zur Unterstützung von Jugendsportprogrammen in den Dörfern, beendete das Rennen jedoch nicht.

Der größte Kritiker des Rennens, die Tierschutzorganisation People for the Ethical Treatment of Animals, hat behauptet, dass in der Geschichte des Iditarod mehr als 150 Hunde gestorben sind. Sie forderte Rokke auf, sein Geld zu verwenden, um Hunden zu helfen, anstatt sie „Gefahren und Elend“ auszusetzen. Das Iditarod hat nie eine Zahl der Hunde veröffentlicht, die im Rennen gestorben sind. In diesem Jahr ist ein Hund gestorben, eine 4-jährige Hündin namens Charly aus dem Team des Mushers Mille Porsild, wie das Iditarod am Dienstag mitteilte. Eine Nekropsie wird durchgeführt.

Teilnehmerzahlen und Herausforderungen

Insgesamt starteten 34 wettbewerbsfähige Musher, was der Teilnehmerzahl des ersten Rennens von 1973 entspricht und die zweitgeringste Teilnehmerzahl in der Renngeschichte darstellt. Die Rücktritte vieler langjähriger Musher und die hohen Kosten für Materialien wie Hundefutter haben in diesem Jahrzehnt die Teilnehmerzahlen niedrig gehalten.