Olympische Erfolge im Skeleton
CORTINA D’AMPEZZO, Italien (AP) — Der Brite Matt Weston hat ein Leben lang auf seine erste Olympische Goldmedaille im Skeleton gewartet. Für seinen zweiten Titel musste er nur zwei Tage warten und krönte die Spiele in Mailand-Cortina auf die bestmögliche Weise.
Gemischte Skeleton-Disziplin
Weston und Tabitha Stoecker gewannen am Sonntagabend die gemischte Skeleton-Disziplin. Ihre kombinierte Zeit aus zwei Läufen von 1 Minute und 59,36 Sekunden reichte für ein weiteres Olympisches Gold für Großbritannien — das fünfte im Skeleton seit 2010, mehr als jede andere Nation in diesem Zeitraum.
Weston hatte am Freitagabend die Goldmedaille im Männer-Skeleton gewonnen. Stoecker belegte im Frauen-Skeleton-Rennen, das am Samstagabend endete, den fünften Platz.
Deutsche Leistungen
Deutschland konnte in den drei Olympischen Skeleton-Rennen keine Goldmedaille gewinnen, sicherte sich jedoch in jedem dieser Events Silber und Bronze. Susanne Kreher und Axel Jungk wurden Zweite mit einer Zeit von 1:59,53, während Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer Dritte in 1:59,54 wurden. Kreher und Jungk gewannen zudem individuelle Silbermedaillen in Cortina; Pfeifer und Grotheer sicherten sich ebenfalls individuelle Bronzemedaillen.
Jungk, Pfeifer und Grotheer sind nun die ersten dreifachen Skeleton-Medaillengewinner in der Olympischen Geschichte.
Der entscheidende Lauf
Es kam auf das letzte Duo an, Stoecker und Weston. Stoecker überquerte die Ziellinie drei Zehntelsekunden hinter der Zeit von Kreher, was bedeutete, dass Weston — der in allen vier seiner Läufe im Männer-Event Streckenrekorde aufstellte — noch Arbeit vor sich hatte, als er in seinen letzten Lauf dieser Olympischen Spiele ging.
Er wartete nicht lange, übernahm früh in seinem Lauf die Führung und ließ den Schlitten von dort aus die Arbeit machen. Mystique Ro und Austin Florian, die im letzten Jahr Weltmeister in dieser Disziplin für die USA waren, belegten den siebten Platz. Kelly Curtis und Dan Barefoot wurden Zehnte für die Amerikaner.
Neue Disziplin im Olympischen Programm
Die gemischte Team-Disziplin war zum ersten Mal im Olympischen Programm vertreten. Die Athleten — ein Mann und eine Frau in jedem Team — starten ihren Lauf, nachdem eine Reihe von Lichtern aufgehört hat zu blitzen, und die Reaktionszeit hat großen Einfluss darauf, ob ein Team eine Chance auf den Sieg hat. Ein früher Start führt zu einer Zeitstrafe, die hinzugefügt wird.