Die Abschaltung der Montreal-Canadiens-Watch-Party in Gatineau war geschäftlich sinnvoll

Die Kontroverse um die Canadiens-Fan-Watch-Party in Gatineau

Eines der Hauptziele der Ottawa Senators als Franchise ist es, eine größere Fanbasis auf der Québec-Seite des Ottawa River aufzubauen. Die kürzliche Abschaltung einer Canadiens-Fan-Watch-Party in Gatineau bringt ihnen derzeit jedoch wenig Wohlwollen ein.

Lokale Montreal-Canadiens-Fans waren zu einer Viewing Party am Samstag eingeladen, um Spiel 2 des NHL-Eastern-Finals im Slush Puppie Centre in Gatineau zu sehen. Von den 4.000 verfügbaren Plätzen sollten 400 Tickets zu je 13 Dollar verkauft werden. Die Organisatoren erhielten die Genehmigung von TVA Sports für die Nutzung des TV-Feeds, konsultierten aber weder die NHL noch die Senators.

Kurz nachdem der Ticketverkauf begann, schritt die Liga ein und teilte den Organisatoren mit, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung mit Montreal-Canadiens-Fokus in Gatineau gegen die exklusiven territorialen Marketingrechte der Senators verstößt.

Reaktion und Konsequenzen

Laut Globe and Mail gibt es nun eine Petition gegen die Entscheidung der Liga, die Veranstaltung abzuschalten. Die Zeitung berichtet, dass die Petition bereits fast 6.500 Unterschriften hat. Sowohl die Organisatoren als auch die beteiligten Wohltätigkeitsorganisationen waren von der Entscheidung enttäuscht.

Das Geld aus der Veranstaltung sollte nach Abzug der Kosten an Le Boulev’Art de la Vallée, eine lokale Organisation für psychische Gesundheit, gehen, die bis zu 20.000 Dollar erhalten könnte. Der Plan ist, die Petition schließlich der Liga und den Senators zu präsentieren, in der Hoffnung auf Genehmigung für solche Veranstaltungen in Zukunft.

Die langfristige Perspektive

Die Senators befinden sich in einer schwierigen Situation. Sie möchten eine größere Fanbasis in Gatineau aufbauen, und es schadet ihnen offensichtlich, wenn sie einem anderen NHL-Franchise – einem ihrer erbitterten Rivalen – erlauben, von Tausenden bei einer großen Veranstaltung direkt vor ihrer Haustür gefeiert zu werden.

Kritiker haben vorgeschlagen, dass die Senators kleinlich wirken. Darüber hinaus hätte die Zulassung der Watch Party wahrscheinlich weniger Aufmerksamkeit erregt und hätte nicht zu negativen Schlagzeilen in der Globe and Mail oder zu Wohltätigkeitsorganisationen, die leer ausgehen, geführt.

Kurzfristig würde die Entscheidung ihr Ziel, Unterstützung in Québec aufzubauen, wahrscheinlich mehr geschadet haben, als wenn sie die Party hätten zulassen würde. Allerdings ist dies eine langfristige Entscheidung mit kurzfristigen Unannehmlichkeiten. Hätten die Senators diese Veranstaltung übersehen, würde bald die nächste folgen – und dann noch eine, und noch eine.

Ohne zu übertreiben, könnte dies zu einer Gatineau-Tradition werden: Tausende von NHL-Fans versammeln sich auf Senators-Territorium, um ein NHL-Produkt zu feiern, das nicht Ottawas ist.

Lokale Fernsehstationen würden dann Bilder der Canadiens-Fan-Party in jedes Ottawa-Gatineau-Wohnzimmer und auf jedes Social-Media-Konto übertragen. Wenn Territorium keine Rolle spielte, könnte der Brandt-Brière-Komplex vielleicht einen Montreal-Canadiens-Fan-Fest ausrichten, oder die neue Eishalle in Lansdowne könnte Canadiens-Vorbereitungsspiele beherbergen.

Die NHL hat klugerweise territoriale Rechte eingerichtet, um ihre 32 Mitgliedsteams zu schützen und jedem zu helfen, auf seinem geografischen Markt erfolgreich zu sein. Die Frage sollte nicht lauten: „Warum haben die Senators das nicht erlaubt?“ Sie sollte lauten: „Warum würden sie?“