Derek Chisoras Geplante Rückkehr
Derek Chisora scheint erneut den Wölfen zum Fraß vorgeworfen zu werden, da Turki Alalshikh Pläne enthüllt hat, dass Chisora gegen Jai Opetaia später im Jahr 2025 antreten soll. Dieser Kampf könnte als Chisoras 50. und letzter Auftritt fungieren und hat bereits heftige Kritik von Fans auf sich gezogen. Viele glauben, dass die Veranstalter den Veteranen darauf vorbereiten, gegen einen jüngeren, frischeren Champion anzutreten, ohne realistische Siegchancen.
Der Herausforderer: Jai Opetaia
Alalshikh, der treibende Kraft hinter Saudi-Arabiens Riyadh Season, äußerte sein Interesse, Chisora gegen den aktuellen IBF Cruisergewicht-Champion antreten zu lassen. Opetaia, 30 Jahre alt, gilt weithin als einer der gefährlichsten aktiven Kämpfer im Sport, nachdem er die Cruisergewicht-Division dominiert hat und nun einen Wechsel ins Schwergewicht in Betracht zieht.
Chisoras Karriere und Bedenken
Für Chisora, der mittlerweile 41 Jahre alt ist und eine Bilanz von 36-13 als Profi vorzuweisen hat, wirft die Aussicht, am Ende seiner Karriere gegen Opetaia im Ring zu stehen, Bedenken auf. Die Fans wiesen schnell auf die Ähnlichkeiten zu Chisoras Kampf gegen Oleksandr Usyk im Jahr 2020 hin, als der Ukrainer, damals ein ungeschlagener aufstrebender Schwergewichtler, Chisora als Sprungbrett in die Division nutzte. Usyk gewann deutlich nach Punkten, was den Weg für seine letztendliche unbestrittene Herrschaft ebnete.
Die Angst ist, dass sich die Geschichte wiederholt und Chisora erneut die Rolle des Sprungbretts gegen einen jüngeren Kämpfer spielt, der für den Gipfel bestimmt ist.
Reaktionen und Zukunft
Obwohl der 50. Kampf ein bedeutender Meilenstein ist, argumentieren viele, dass es eine Feier von Chisoras bemerkenswerter Karriere sein sollte, anstatt ein bestrafender Abgang. Die Reaktionen in den sozialen Medien waren vernichtend; die Fans forderten einen angemesseneren Abschied als eine wahrscheinliche Niederlage gegen Opetaia. Chisora, ein Kultfavorit für seinen actionreichen Stil und seine Bereitschaft, gegen jeden anzutreten, hatte sich eine Weltmeisterschaftschance gewünscht, um sich zurückzuziehen, oder zumindest eine Interimschance.
Der Brite hat bereits unzählige Kämpfe über fast zwei Jahrzehnte auf höchstem Niveau bestritten. Doch der Gedanke, dass die Promoter Chisora in seinem Abschied opfern, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Ob Alalshikh mit dem Plan fortfährt oder dem Gegenwind nachgibt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass, wenn Chisora Ende 2025 mit Opetaia in den Ring steigt, es entweder ein letzter Akt des Mutes oder ein Kampf zu viel sein wird.