Rechtliche Auseinandersetzung von Deontay Wilder
Deontay Wilder hat die in einer Zivilklage erhobenen Vorwürfe, die von dem Sohn seiner ehemaligen Verlobten stammen, entschieden zurückgewiesen. Das rechtliche Team des ehemaligen Schwergewichtsmeisters bezeichnete die Ansprüche als völlig unbegründet.
Details zur Klage
Die Klage, über die zuerst TMZ Sports berichtete, wurde von Kerron Swift, dem Sohn von Wilders ehemaliger Partnerin Telli Swift, eingereicht. In der Beschwerde wird behauptet, der ehemalige WBC-Schwergewichtsmeister habe ihn wiederholt angegriffen, während er als Minderjähriger im Haushalt von Wilder lebte. Laut Berichten verlangt der Zivilprozess Schadensersatz und umfasst Vorwürfe wie Körperverletzung, Angriff, emotionalen Stress und falsche Inhaftierung.
Wilder’s Verteidigung
Wilders Anwalt, Paul Patterson, bestätigte, dass die Klage in Los Angeles eingereicht wurde, und wies die Anschuldigungen entschieden zurück. Patterson erklärte, Wilder „weist die Vorwürfe entschieden zurück“ und beabsichtige, sich gegen die Klage zu verteidigen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als „vollständig und absolut erfunden“ und betonte, dass der amerikanische Kämpfer niemals ein Kind körperlich diszipliniert habe.
„Die Anschuldigungen sind völlig unbegründet und scheinen darauf abzuzielen, von Wilders Rückkehr in den Ring abzulenken.“
Der Anwalt stellte zudem die zeitliche Einordnung der rechtlichen Schritte in Frage und deutete an, dass sie dazu gedacht seien, von Wilders Rückkehr in den Ring abzulenken. Berichten zufolge behauptet die Klage, dass die Vorfälle zwischen 2016 und 2024 stattfanden, während Swift noch minderjährig war.
Reaktionen und Hintergrund
TMZ veröffentlichte Auszüge aus den Gerichtsunterlagen. Die Kanzlei, die Swift vertritt, hat die Behauptungen zurückgewiesen, die Klage sei aus Publicity-Gründen eingereicht worden, und erklärte, dass die Klage stillschweigend ohne Pressemitteilung eingereicht wurde.
Telli Swift, die Mutter des Kindes und Wilders ehemalige Verlobte, hat seit dem turbulenten Ende der Beziehung weitgehend geschwiegen, abgesehen von den rechtlichen Unterlagen. In den letzten Wochen postete Swift eine kurze Nachricht in den sozialen Medien, die lautete: „In Einsamkeit gebaut“, während sie auf den Ausgang ihrer eigenen rechtlichen Ansprüche wegen häuslicher Gewalt gegen Wilder wartete. Der Beitrag deutete auf eine Phase der Isolation und Reflexion hin.
Wilder’s Karriere und Ausblick
Der rechtliche Streit kommt, während Wilder versucht, im Ring wieder an Fahrt zu gewinnen, nach einer turbulenten Phase in seiner Karriere. Der 40-Jährige hat kürzlich seine Karriere mit einem brutalen Sieg über Derek Chisora in der O2 Arena in London wieder auf Kurs gebracht. Der Sieg markierte Wilders ersten Entscheidungssieg seit elf Jahren und stoppte eine schwierige Phase, in der er vier seiner letzten sechs Kämpfe verloren hatte.
Mit einem Rekord von nunmehr 45-4-1 wird der ehemalige Schwergewichtsmeister erneut mit mehreren hochkarätigen Kämpfen in Verbindung gebracht. Mögliche Begegnungen mit Anthony Joshua, Oleksandr Usyk, Moses Itauma, Andy Ruiz Jr. und dem Sieger aus Fabio Wardley gegen Daniel Dubois wurden als mögliche nächste Schritte diskutiert, während Wilders Comeback an Fahrt gewinnt.
Trotz der erneuten Aktivität rund um seine Karriere sorgt Wilder auch weiterhin für Schlagzeilen abseits des Rings, insbesondere in Bezug auf seine Beziehung zu Swift und die weitere Prüfung der turbulenten Phase, die auf seine erste Niederlage gegen Tyson Fury folgte. Während seine Boxkarriere plötzlich wieder aktiv aussieht, könnte es länger dauern, bis sein Privatleben gelöst ist als das nächste Kapitel seiner Karriere im Ring.