Deontay Wilder bereitet „Ich liebe dich“-Knockout vor – verfehlt jedoch komplett

Deontay Wilder vs. Derek Chisora

Deontay Wilder versuchte, einen seiner typischen psychologischen Tricks gegen Derek Chisora anzuwenden – doch diesmal ging er völlig daneben. In den späteren Runden ihres Schwergewichtskampfes in der O2 Arena äußerte Wilder zweimal „Ich liebe dich“ und „Es tut mir leid“, bevor er eine rechte Hand auspackte, die einen schockierenden Knockout beabsichtigte.

Der Kampfverlauf

Es war die Art von Setup, die einst Wilders Kämpfe sofort beendete, während seiner langen Herrschaft als WBC-Schwergewichtsmeister. Doch diesmal verfehlte der Schlag komplett. Chisora wich dem Schuss aus, bevor Wilder sich auf ihn lehnte und ihn durch die Seile drückte. Der Brite überstand dann weitere vier Runden, bevor der Kampf letztendlich über die volle Distanz ging.

„Diese Sequenz wurde schnell zu einer der seltsamsten des Abends, insbesondere angesichts von Wilders Geschichte, ähnliche Theatralik kurz vor einem Knockout-Schlag zu produzieren.“

Vergleich mit früheren Kämpfen

Wilder hatte diesen psychologischen Trick bereits einmal angewendet. Während seines Kampfes 2019 gegen Luis Ortiz in Las Vegas äußerte Wilder ähnliche Worte, bevor er eine rechte Hand auspackte, die direkt auf den Kubaner traf. World Boxing News war ringside bei diesem Kampf und erlebte den Moment, als Wilder das verbale Signal mit dem physischen Aufprall kombinierte, der Sekunden später folgte.

Gegen Chisora jedoch verlief die Sequenz ganz anders. Wilder bereitete die Linie vor, lud den Schlag auf – und konnte nicht detonieren. In vielerlei Hinsicht fasste diese Sequenz Wilders Leistung in London zusammen. Der ehemalige Champion zeigte Blitze der explosiven Kraft, die ihn einst zum gefürchtetsten Knockout-Künstler der Division machten, aber der Abschlussinstinkt, der den alten „Bronze Bomber“ definierte, trat nie vollständig in Erscheinung.

Nach dem Kampf

Anstelle des dramatischen Endes, das Wilder anscheinend vorbereitete, überstand Chisora den Moment und drängte weiter voran. Wilder sicherte sich schließlich einen geteilten Entscheidungssieg – seinen ersten Sieg auf den Punktzetteln seit elf Jahren.

Nach dem Kampf deutete Wilder auch an, dass er kein ernsthaftes Verlangen hatte, Chisora ernsthaft zu verletzen, was eine weitere Schicht zu dem seltsamen Moment hinzufügte, der sich in den späteren Runden entfaltete. Ein Schlag, der einst einen Gegner sofort ausgeschaltet hätte, verfehlte stattdessen sein Ziel, sowohl verbal als auch physisch.