Conor Benns Entscheidung für Zuffa Boxing
Conor Benn betont, dass der Unterschied zwischen den Angeboten von Zuffa Boxing und Matchroom „drastisch“ war und ihn ohne Zögern über seine Zukunft entscheiden ließ. Benn sorgte letzten Monat für Aufsehen, als er seinen überraschenden Ausstieg bei Matchroom ankündigte, um sich mit dem größten Rivalen des Promotionsunternehmens, Zuffa Boxing, zusammenzuschließen. Dies führte zu einem öffentlichen Streit zwischen Eddie Hearn und Dana White.
„Ja, es ist drastisch“, sagte Benn, als er von Gary Neville in der Sendung „The Overlap“ gefragt wurde, ob der Unterschied in den Angeboten erheblich sei. „Es ist Geld, wo du hingehst. Wenn du ein paar Millionen auseinander bist, ist das in Ordnung, aber so ist es nicht.“
Der Einfluss von Ego und persönliche Herausforderungen
Benn hob hervor, dass Ego eine Rolle in dem angespannten Streit mit Eddie Hearn und Matchroom gespielt hatte. Er unterstrich seinen Wunsch, den Promoter in Zukunft zu treffen, um eventuelle Differenzen zu klären.
„Es ist mehr eine Ego-Sache. Natürlich verstehen sie, ich kenne Eddie“, fügte Benn hinzu. „Ich habe Eddie nicht gesagt, wir haben gesprochen, ich habe ihm eine nette lange Nachricht geschickt. Lass uns treffen, wenn der Staub sich gelegt hat, sobald das alles geklärt ist. Ich wusste damals nicht, wie das Ergebnis aussehen würde, ob es Matchroom sein würde oder nicht. Wir werden sprechen, wenn das erledigt ist, ich möchte mit ihm sprechen. Abseits des Geschäfts sind wir Freunde. Das ist so öffentlich, es kann das Ego der Menschen verletzen. Das ist es. Das Geld ist nicht einmal annähernd vergleichbar.“
Reflexionen über die letzten Jahre
Benn reflektierte über die Herausforderungen, die er in den letzten Jahren durchgemacht hat:
„Bis du in dieser Position bist, wirst du es nicht wissen. Jeder Kampf kann der letzte Kampf sein. Ich habe mir versprochen, ich würde niemals wieder so fühlen. Es fiel alles auf mich. Niemand hat meine Anwaltskosten bezahlt, er hat mir keinen Cent geliehen, ich habe die Anwaltskosten selbst bezahlt. Niemand hat angerufen, um zu sehen, ob ich etwas zu essen auf dem Tisch hatte. Ich musste das selbst erledigen. Niemand wird dich verteidigen, wenn du fertig und weg bist. Diese drei Jahre haben mir beigebracht, was ich jetzt weiß.“
Die Zukunft von Conor Benn
Benn fügte hinzu, dass er möglicherweise wieder gegen Matchroom kämpfen könnte, da sein Engagement bei Zuffa nur einen Kampf umfasst.
„Es ist ein Ein-Kampf-Vertrag, danach bin ich ein Freier Agent“, betonte Benn. „Ich könnte mein eigenes Ding machen, ich könnte zu Matchroom gehen oder bei Zuffa bleiben. Es ist ein kurzsichtiger Ansatz. Der große Lärm war den Ein-Kampf-Vertrag wert.“
Er schloss mit der Frage, ob Matchroom ihn zurückholen würde: „Werden sie [zu mir zurückkommen]? Ich weiß, dass DAZN wahrscheinlich wird, aber werde ich? Ich hatte nichts Schlechtes zu sagen.“