Colorados Uhr tickt: Wird Laughton die Lösung sein?

Die Situation der Colorado Avalanche

Die Uhr tickt, und die Colorado Avalanche haben immer noch eine Lücke in der Mitte zu füllen. Mit dem NHL-Handelsende, das weniger als eine Woche entfernt ist, sucht Colorado nach einem Center für die dritte Reihe – und das neueste Gerücht dreht sich nicht um Nicolas Roy. Stattdessen taucht ein vertrauter Name wieder auf: Scott Laughton.

Scott Laughton: Ein vertrauter Name

Der 31-jährige Stürmer, der in den letzten Saisons häufig mit den Avalanche in Verbindung gebracht wurde, gewinnt erneut an Momentum. Laughton glaubte einst, seine gesamte Karriere bei den Philadelphia Flyers zu verbringen, der Organisation, die ihn 2012 beim NHL Entry Draft an 20. Stelle auswählte. Er verbrachte Teile von 12 Saisons in Philadelphia, bevor er beim Handelsende des letzten Jahres zu den Toronto Maple Leafs transferiert wurde – ein Schritt, der zeigt, wie schnell Stabilität in dieser Liga verschwinden kann.

Die Realität des Geschäfts

Jetzt, da die Spekulationen erneut aufkommen, versteht Laughton die Realität des Geschäfts. Vor dem Spiel am Samstag gegen die Ottawa Senators wurde er gefragt, wie schwierig es sei, sich zu konzentrieren, wenn Handelsgerüchte im Hintergrund schwirren.

„Ich habe mich nicht viel verändert, weißt du? Ich bin stolz darauf, in jeder Hinsicht konsistent zu sein, wenn ich ins Training komme und positiv bleibe.“

„Es liegt nicht in unserer Kontrolle. Es liegt in der Kontrolle des Personals. Wir müssen rausgehen, unseren Job machen, füreinander spielen, uns gegenseitig zur Verantwortung ziehen, es den Teams schwer machen und eine Führung übernehmen, um es ihnen schwer zu machen, in den Spielen zurückzukommen.“

Warum Laughton Sinn macht

Was Laughton auf dem Markt besonders attraktiv macht, ist nicht nur die Positionsnotwendigkeit, sondern auch die Details seines Spiels. Er bringt eine erfahrene Präsenz in die Kabine, setzt einen professionellen Ton auf und neben dem Eis und liefert konstant im Bullykreis ab. Seine Gewinnquote von 56,7 Prozent gehört zu den Top 20 der NHL und verschafft jedem Contender einen sofortigen Vorteil im Puckbesitz, insbesondere bei kritischen Bullys in der eigenen Zone.

Es gibt auch finanzielle Flexibilität. Mit einem handhabbaren Cap-Hit von 3 Millionen Dollar und der Möglichkeit, dass Toronto einen Teil des Gehalts behalten könnte, wird Laughton zu einer noch attraktiveren Option für cap-belastete Teams, die Erfahrung und Zuverlässigkeit hinzufügen möchten, ohne ihre Bücher zu belasten.

Weitere Optionen und Cap-Realitäten

Wenn Laughton als primäres Ziel auftaucht, könnte dies effektiv alle Gespräche über eine Reunion mit dem ehemaligen Avalanche-Center Nazem Kadri, der jetzt bei den Calgary Flames spielt, abkühlen. Ligakreise deuten darauf hin, dass Calgary wenig Interesse hat, einen Teil von Kadris Cap-Hit von 7 Millionen Dollar zu behalten – ein erhebliches Hindernis für ein Colorado-Management, das finanzielle Beweglichkeit schätzt.

General Manager Chris MacFarland hat sich einen Ruf für diszipliniertes Cap-Management und kalkulierte Züge erarbeitet. Die volle Übernahme eines 7 Millionen Dollar Engagements für eine Tiefenrolle würde dieser Philosophie widersprechen. Ein weiterer Name, den man im Auge behalten sollte, ist Vincent Trocheck von den New York Rangers. Allerdings tauchen dort ähnliche Fragen auf. Trocheck hat einen Cap-Hit von 5,625 Millionen Dollar, und jede ernsthafte Diskussion würde wahrscheinlich von der Gehaltsübernahme abhängen.

Der Makar-Faktor

Egal, wen Colorado letztendlich verpflichtet – falls überhaupt – wird der Schritt fast sicher mit dem größeren Bild im Hinterkopf gemacht. Eine Vertragsverlängerung für den Star-Verteidiger Cale Makar steht bevor. Die sechsjährige, 54 Millionen Dollar umfassende Verlängerung des zweifachen Norris Trophy-Gewinners läuft am Ende der nächsten Saison aus. Da der Salary Cap voraussichtlich auf etwa 113,5 Millionen Dollar steigen wird, wenn sein nächster Vertrag in Kraft tritt, könnte Makar realistisch einen durchschnittlichen Jahreswert im Bereich von 17–18 Millionen Dollar verlangen.

Diese Realität macht es weitaus wahrscheinlicher, dass die Avalanche eine Mietoption anstrebt, anstatt langfristige Verpflichtungen einzugehen, die die zukünftige Flexibilität komplizieren könnten. Während sich die Frist nähert, bleibt das Colorado-Management aktiv – und The Hockey News wird Sie auf dem Laufenden halten, während sich die Situation entwickelt.