Cedric Coward: Ein herausragender Rookie mit defensiven Fähigkeiten in der NBA

Cedric Coward: Ein Ungewöhnlicher Rookie

Cedric Coward wird niemals der durchschnittliche Rookie sein. Als er mit 21 Jahren an 11. Stelle insgesamt gedraftet wurde, war Cowards Weg zur NBA alles andere als konventionell. Es gab keine USA Basketball Camps, keine hochkarätigen AAU-Ligen und keine McDonald’s All American Spiele. Stattdessen führte sein Weg über die Division III der Willamette University, dann Eastern Washington in der Big Sky, bevor er eine kurze, sechs Spiele umfassende Zeit an der Washington State hatte, die durch eine Verletzung vorzeitig beendet wurde.

Dieser unkonventionelle Hintergrund hat seine Einführung in die Liga nicht verlangsamt; im Gegenteil, er hat sie beschleunigt. Anstatt sanft eingeführt zu werden, wurde Coward von Memphis direkt ins kalte Wasser geworfen, indem er Spiele startete und echte Verantwortung in der Defensive übernahm. Nacht für Nacht wird von ihm verlangt, Spieler zu verteidigen, die mehr Größe, Raffinesse und NBA-Erfahrung haben, als er jemals zuvor begegnet ist. Und doch hat er die Herausforderung mit einer Gelassenheit gemeistert, die seinen Rookie-Status in den Schatten stellt.

„Es war großartig“, sagte Coward. „Ich habe ein paar Mal einen auf die Mütze bekommen, aber ich habe auch gleichzeitig gegen einige Spieler gut gespielt. Man lernt mehrere Dinge gleichzeitig.“

Defensive Fähigkeiten und Einzigartigkeit

Was Coward frühzeitig auszeichnet, ist nicht nur, dass er diese Duelle übersteht, sondern auch, wie er sie beeinflusst. Für einen Spieler, der als Shooting Guard gelistet ist, sticht sein Shot Blocking sofort hervor. Coward bietet ein Maß an Rim Protection, das für seine Position selten ist, indem er vom Perimeter rotiert, um am Korb mit Timing und Länge zu contesten, anstatt leichtfertig zu gambeln.

Cheftrainer Tuomas Iisalo sieht dieses defensive Profil sowohl als ungewöhnlich als auch als grundlegend an.

„Er ist ein sehr einzigartiger Verteidiger für seine Position“, sagte Iisalo. „Er ist im Grunde ein Shooting Guard oder Off Guard und bietet für diese Position eine Menge Rim Protection, eine Menge Länge und auch defensive Rebounds, deren Bedeutung oft marginalisiert wird.“

Statistiken und Einfluss

Diese Kombination zeigt sich in den Zahlen und im Film. Coward ist einer von nur zwei Rookies, die sowohl einen positiven offensiven als auch defensiven Actual EPM aufweisen, laut Dunks and Threes, neben VJ Edgecombe. Kontext ist wichtig: Er wird nicht geschont. Er verteidigt die Hauptoptionen am Perimeter und gleitet dann in Hilfssituationen, in denen seine Länge Fehler am Korb auslöschen kann.

Diese Spielzüge sind keine Unfälle; sie spiegeln Vorbereitung und Bewusstsein wider. Coward studiert Tendenzen, versteht Winkel und übercommit selten. Er ist bereit, einen schwierigen Pull-Up zuzulassen, wenn es ihm ermöglicht, in Position zu bleiben, um die nächste Aktion am Korb zu contesten.

Memphis rangiert als eines der besten 15 defensiven Teams insgesamt, aber die Grizzlies sind 4,4 Punkte defensiv besser, wenn Coward auf dem Feld steht. Diese Verbesserung ist nicht zufällig. Seine Präsenz verändert, was Aufstellungen defensiv versuchen können, und ermöglicht mehr Druck am Angriffspunkt, weil es unerwartete Rim Protection dahinter gibt.

„Jeder Rookie hat viel zu lernen“, sagte Iisalo. „Er hatte viel frühen Erfolg in der Liga, aber es ist sehr wichtig, daran zu denken, dass die besten Jahre noch weit in der Zukunft liegen. Es ist ständiges Lernen, und es gibt keinen besseren Weg zu lernen, als im tiefen Ende zu sein. Gegen großartige Spieler und einfach verschiedene Arten von Matchups.“

Fortschritt und Vertrauen

Für Coward wird Fortschritt weniger durch Perfektion und mehr durch Reaktion definiert. „Ich denke, für mich ist es einfach immer sicherzustellen, dass ich, egal welchen Fehler ich gemacht habe, versuche, denselben Fehler nicht zweimal zu machen.“ Während des dritten Viertels des NBA London-Spiels verteidigte Coward Franz Wagner und verhinderte einen Screen, wodurch er vorübergehend einen sauberen Fahrweg zum Korb aufgab. Als er den Fehler bemerkte, gab er das Spiel nicht auf. Er erholte sich, um wieder ins Geschehen zu kommen, mit einem Contest von hinten, der Wagners Zusammenstellung verlangsamte.

Diese Sekunde war entscheidend. Sie gab Jaren Jackson Jr. die Zeit, die er benötigte, um sich zu verschieben und den Korb zu schützen.

Solche Spielzüge erklären, warum das Vertrauen bereits da ist. Trotz seines Rookie-Status wurde Coward mit einer der anspruchsvollsten Rollen im Kader betraut. Elite-Flügelspieler zu verteidigen und gleichzeitig als sekundärer Rim Protector zu fungieren, ist selten eine Aufgabe, die leicht vergeben wird, doch Memphis hat nicht gezögert.

„Die Möglichkeit zu haben, das zu tun“, sagte Coward, „und dass das Team an mich glaubt, gibt mir mehr Vertrauen.“

Für einen Spieler, der ohne das traditionelle Erbe angekommen ist, wurde Cowards frühe NBA-Geschichte durch Substanz statt durch Ruf definiert. Die Lernmomente kommen weiterhin, manchmal schmerzhaft, aber der defensive Einfluss ist bereits real. Und für Memphis könnte diese Mischung aus ungewöhnlichem Skillset und langem Entwicklungsspielraum das ermutigendste Zeichen von allen sein.