Boxing-Runde des Jahres 2025: Chris Eubank Jr. vs. Conor Benn – Ein Kampf in seiner reinsten Form

Der epische Kampf zwischen Chris Eubank Jr. und Conor Benn

Chris Eubank Jr. und Conor Benn gaben in ihrem unvergesslichen ersten Kampf alles im Ring. Wenn die Runde des Jahres dazu gedacht ist, Boxen in seiner ehrlichsten Form einzufangen, gibt es keinen Zweifel, dass Runde 12 des ersten Kampfes zwischen Chris Eubank Jr. und Conor Benn im April 2025 Boxen in seiner reinsten Form war. Diese drei letzten Minuten verwandelten einen bereits brutalen Rivalenkampf in einen entscheidenden Moment des Jahres.

Zwei Nachnamen, die eine Ära prägten, kollidierten erneut – nicht aus Nostalgie, sondern durch Blut, Stolz und einen Groll, der nie abkühlte. Die Hall of Famers Chris Eubank Sr. und Nigel Benn hatten ihre Auseinandersetzung in den frühen 1990er Jahren nie wirklich beendet. Jahrzehnte später nahmen ihre Söhne den Kampf auf, lauter und wütender als je zuvor.

Was als Promotion begann, eskalierte lange vor dem Eröffnungsglockenläuten im April in echte Feindseligkeit, unterstrichen durch Eubank Jr., der Benn bei einer Pressekonferenz mit einem Ei traf. Auf den ersten Blick mag dies albern erscheinen, doch es war aufschlussreich. Diese Fehde sollte niemals abkühlen.

Über 12 Runden lieferten beide Männer ab. Eubank setzte auf Tempo und Volumen, während Benn mit Trotz und Groll kämpfte. Die Zahlen spiegeln einen Krieg wider: Eubank landete 367 von 912 Schlägen, Benn 215 von 593. Der Jab-Abstand war gewaltig, 150 zu 35 zugunsten von Eubank, während die Power-Punches mit 227 zu 180 wettbewerbsfähig blieben. Keiner der beiden Männer verlangsamte, keiner gab Boden auf.

Runde 12: Ein entscheidender Moment

In Runde 12 war die Struktur verschwunden, die Abwehr locker und Strategie irrelevant. Es ging darum, die Rivalität zu beenden. Benn kam heraus, wissend, dass die Zeit gegen ihn arbeitete. Er warf 78 Schläge und landete 29, mit Verzweiflung und Absicht schwingend. Hooks, Überhand – alles darauf abzielend, den Kampf in einem Augenblick zu verändern.

Eubank antwortete mit Kraft und Volumen. Er warf 122 Schläge in der letzten Runde und landete 57, 54 davon waren Power-Punches. Diese Leistung ist absurd für jede Runde, nahezu unerhört in der 12. Runde. Er ließ es nicht ruhig angehen und schützte keinen Vorsprung – er drängte. Kombinationen strömten herein. Benn feuerte weiter und weigerte sich zu verblassen.

Die Arena spürte es. Jeder Austausch trug Geschichte, jeder Schlag fühlte sich persönlich an. Runde 12 von Chris Eubank Jr. gegen Conor Benn bedeutete alles. Das Boxen im Jahr 2025 hatte viele großartige Momente, aber keine einzelne Runde erfasste die Seele des Sports wie diese letzten drei Minuten. Kein Wunder, dass die Öffentlichkeit und die Kämpfer nur wenige Monate später ein sofortiges Rematch forderten.

Ehrenvolle Erwähnungen

  • Isaac Cruz gegen Ángel Fierro – Runde 10: Als die 10. Runde ankam, hatten Isaac Cruz und Ángel Fierro der Menge bereits alles gegeben, was sie verlangte. Dann gab Jimmy Lennon Jr. den Worten Ausdruck, die im Raum lagen. Auf sein Drängen erhob sich die gesamte Arena von den Sitzen und applaudierte beiden Kämpfern, bevor die Glocke überhaupt läutete. Es war eine Anerkennung, kein Abschied. Cruz und Fierro antworteten auf die einzige Weise, die sie kannten. Runde 10 wurde ein passendes Ausrufezeichen für einen der reinsten Kriege des Jahres 2025.
  • Naoya Inoue gegen Ramon Cardenas – Runde 2: Naoya Inoues Titelverteidigung 2025 gegen Ramon Cardenas war der Kampf, der alle daran erinnerte, warum Boxen in Widrigkeiten und Comebacks gedeiht. Früh im Kampf schockierte Cardenas das Publikum mit einem perfekt getimten linken Haken, der den Pound-for-Pound-Star in Runde 2 auf die Matte schickte. Es war erst der zweite Knockdown in Inoues Karriere, der den Verlauf des Kampfes und den Rhythmus des Champions erschütterte.
  • Abdullah Mason gegen Sam Noakes – Runde 11: Abdullah Mason und Sam Noakes trieben sich gegenseitig in tiefe Gewässer, aber der entscheidende Abschnitt des Kampfes kam in der letzten Minute der 11. Runde. Beide Kämpfer landeten abwechselnd klare Schläge auf den Kopf, handelten ohne Zögern, während die Müdigkeit einsetzte. Mason sah aus wie ein Kämpfer, der der Geschichte nachjagte, entschlossen, der jüngste aktuelle männliche Weltmeister im Boxen zu werden.