Die Entwicklung von Bam Adebayo
MIAMI (AP) — Bam Adebayo erinnert sich gut daran, was die Leute vor neun Jahren über ihn dachten, als die Miami Heat einen damals jungen Spieler aus Kentucky nach seiner einzigen College-Saison drafteten. „Ich wurde gedraftet, um Verteidigung zu spielen, und viele dachten, ich wäre nur eine Lob-Bedrohung“, sagte Adebayo.
Meilenstein und Leistung
Seitdem hat er sich jedoch erheblich weiterentwickelt. Am Sonntagabend trat Adebayo Dwyane Wade als einziger Spieler in der Geschichte der Miami Heat bei, der über 10.000 Punkte erzielt hat. Mit 23 Punkten Rückstand auf diesen Meilenstein ging er in die Partie und erzielte schließlich 24 Punkte, was Miami zu einem 121-110-Sieg über die führenden Detroit Pistons der Eastern Conference verhalf.
Adebayo, der Kapitän der Heat — ein Titel, den man in Miami ernst nimmt — ist auf dem besten Weg, im sechsten aufeinanderfolgenden Jahr mindestens 18 Punkte pro Spiel zu erzielen. Am Sonntagabend traf er vier Dreipunktewürfe, was ihm insgesamt 94 für die Saison einbrachte und damit seine Gesamtzahl der letzten beiden Saisons erreichte.
„Das zeigt einfach das Wachstum meines Spiels“, sagte Adebayo. „Offensichtlich glaubt diese Organisation an mich. Ich bin so lange hier, dass ich 10.000 Punkte mit demselben Team erreichen konnte. Und es ist eine großartige Leistung, in den Geschichtsbüchern hinter jemandem wie D-Wade zu stehen.“
Rekorde und Herausforderungen
Er hat noch einen langen Weg vor sich, um Wade einzuholen, der 21.556 Punkte für die Heat erzielt hat. Doch ein anderer Rekord liegt gut innerhalb von Adebayo’s Reichweite. Er ist Zweiter in der Rebound-Statistik der Heat, hinter dem Spieler, den er als Kapitän ersetzt hat, Udonis Haslem. Adebayo hat eine geringe Chance, Haslem bis zum Ende dieser Saison einzuholen — er bräuchte 207 Rebounds in den letzten 17 Spielen von Miami — und hat erklärt, dass dies der einzige Rekord ist, den er wirklich verfolgt.
Zudem bleibt er ohne Zweifel der Anker der Verteidigung von Miami. Heat-Coach Erik Spoelstra lobt ihn regelmäßig als Kandidaten für den Verteidiger des Jahres, doch auch sein Scoring wird nicht übersehen.
„Er kam nicht unbedingt als Scorer in die Liga“, sagte Spoelstra. „Er hat hart gearbeitet und sich weiterentwickelt. Für dieses spezielle Team ist sein Scoring wirklich wichtig.“